Donnerstag, 11. Februar 2021

Altstadtspaziergang- vom Limarutti bis Gsodam

Das nächste Haus Nr. 6 am Hauptplatz ist vlg. Mareier, vormals ebenfalls im Besitz von Karl Lichtenegger, wurde im Jahr 1906 vom Uhrmachermeister Karl Limarutti erworben. Bis 1904 war in diesem Haus auch das K & K Postamt untergebracht. Neben dem Uhrenfachgeschäft wurde im Haus auch ein Lebensmittelladen von Familie Girod betrieben. Auch in früherer Zeit waren Wohnräume immer eine Mangelware, im Haus wohnte auch die Hebamme Gutschi und die Familie des Fassbinders Karner, der seinen Betrieb am Viehplatz hinter der Spitalkirche hatte. Der Junge Karl Limarutti war auch Spezialist für große Uhren, da er zusätzlich in der Schweiz eine Ausbildung dafür machte. Der Spitzname für seine Freunde hieß LIMO.  Heute werden die ehemaligen Geschäftsräume von der BKS genutzt. Heute ist das Haus, im Besitz von Fam. Huber. (Die Wohnräume im Obergeschoß wurden zu einem wunderschönen Appartement ausgebaut - mehr dazu in Kürze auf Leonharder Bogspot)


Das nächste in jüngster Zeit schön restaurierte Haus Nr. 7 vlg. Schitterer, seit 1872 im Besitz von Familie Trippolt, die es ebenfalls schon von ihren Vorfahren übernommen haben. Es kam 1914 durch Kauf von Georg Mannsberger, erst durch Rückkauf von Eliese Trippolt, der Großmutter des Heutigen Besitzers, im Jahr 1935 kam wieder in Familienbesitz. 1952 übernahm den Besitz der Fleischhauer Josef Trippolt, der neben der Landwirtschaft eine Fleischerei und ein Gasthaus betrieb. Heute führt sein Sohn, ebenfalls Josef, das mit 3 Hauben ausgezeichnete Restaurant "Zum Bären"
 
Als erster Besitzer des Hauses Nr. 8 vlg. Gruber scheint 1882 Ignatz Gsodam auf, der es ebenfalls schon von seinen Vorfahren übernommen hat. 1891 wurde im Hause Köppl der Spar und Darlehenskassenverein gegründet. 1912 erwirbt es durch Kauf der Bürgermeister Franz Egger, der neben der Landwirtschaft auch schon einen Gastbetrieb führte. Im Jahr 1941 wird es von Konrad Köppl käuflich erworben und ist seither im Besitz der Familie Karl Köppl. Auch hier hatten seinerzeit die uns allen bekannte Lehrerin Frau Lotte Lindner und die Schwester vom Apotheker Weisser, die Frau Mauth, ihren Wohnraum und der praktische Arzt Franz Hollauf eröffnete seine Ordination.   Neben dem Gastbetrieb war im Haus seinerzeit auch das Notariat untergebracht und bot dem Leonharder Männergesangsverein sowie dem Kameradschaftsbund Quartier. Mit kurzen Intervallen war die Pizzeria Leonardo und der Sohn vom Restaurant Bärnthaler am Werken, ab 2020 ist hier nun die Pizzeria „Bauerndorf“.



Vor dem Haus im Grünstreifen zwischen Nebenfahrbahn und Hauptstraße erinnert die im Jahr 1732 errichtete Mariensäule an die Befreiung aus der Pestgefahr. In der unteren Höllgasse ist auch das im 17. Jahrhundert erbaute Pestkreuz

Gasthaus Zollner mit dem Schanigarten


Das Haus Nr. 9 vlg. Zollner, war 1872 im Besitz im Besitz des Michael Grießmayer. Nach mehrmaligem Besitzerwechsel erwarb es 1895 Franz Egger, der es wiederum 1902 an Frau Johanna Kienzl verkaufte.   Im ersten Stock des Hofgebäudes war ein großer Saal, in dem seinerzeit viele Bälle und Hochzeiten gefeiert wurden. Zeitweise trat hier auch die Leonharder Theatergruppe mit ihren „Stars“ Anna Gmeiner und Viktor Girod auf und die starken Männer der Turnerriege hatten hier ihr Vereinslokal, der praktische Arzt Dr. Herfort seine Ordination. Im sogenannten Koschatstüberl musizierte das Quartett Gsodam – Limarutti – Weishaupt – Brunner 1926.  In der Kriegszeit bis 1945 herrschte hier Isidor Gomahr als Bürgermeister. Erst 1953 erbt er es und betreibt das Gasthaus Kienzl mit seiner Gattin Erna, neben seinem Holzhandel florierte das Gasthaus mit dem Bierdepot hervorragend. Heute ist dieses Haus Eigentum der Kärntner Sparkasse und wurde im Jahr 2019 mit modernem Baustil ganz neu errichtet

Das Schrammelquartett, Gsodam – Limarutti – Weishaupt – Brunner 14.Feber 1926

Ansicht der Häuser vom Gasthof Karl Köppl und Kienzl, als Isidor Gomahr Bürgermeister war, 1940

Das Haus Nr. 10 vlg. Hardegger wird 1879 von Gabriel Mayer käuflich erworben. Im Jahr 1898 errichtet Mag. Wiltschek, im Hause Hardegger die Apotheke „Zum Heiligen Leonhard“, welche später vom Apotheker Franz Weisser weitergeführt wurde.  1943 wird Rosalia Arnold, seit 1948 verehelichte Ogris als Eigentümer eingetragen. Die Bäckerei wurde von Albin Ogris begonnen, er war auch Taxler im Ort.  Die Bäckerei wurde von Hardi Ogris weitergeführt. Die Apotheke „Zum Heiligen Leonhard“ war hier fast 100 Jahre untergebracht.  Peter Gmeiner alias „Fudl“ gründete in jungen Jahren mit seinen Freunden die allseits bekannte „Carinthia Combo“, war lange Zeit als Musikschullehrer tätig und nebenbei noch Obmann der Blaskapellen Schiefling und Leonhard.  Als Besitzer des Hauses eingetragen ist heute die Familie Gmeiner



Das Haus Nr. 12 und 13 bestand ursprünglich aus zwei Häusern, vlg. Schnur und Schlosser. 1857 Aloisia Kircher gehörend, kam durch Verehelichung 1858 an Vinzenz Mayer, dessen Tochter Helena heiratete 1904 Bonifaz Semmelrock. Seither ist das Haus in Familienbesitz einer der ältesten Bürgerfamilien.  Das Eisenwarengeschäft und die Schlosserei Semmelrock waren weit über das Lavanttal hinaus sehr bekannt. Lange Zeit war am Hauptplatz die einzige Tankstelle von Leonhard beim Semmelrock, den Betrieb führten die beiden Brüder Max und Karl, welcher eigentlich mehr mit dem Namen „Muggi“ angesprochen wurde. Um 2002 änderte sich die ganze Geldabwicklung vom Schilling auf Euro. Das Traditionshaus Semmelrock wurde geschlossen, danach zog die Handelsgesellschaft Schlecker in die Lokalität ein. Nun erzeugt hier die Firma „frunix“  fructosefreie Bonbons



Das Haus Semmelrock wurde,  wie die Nachbarhäuser Jost – Gsodam – Karner – Stremitzer,  einen Tag nach dem offiziellen Kriegsende am 9.Mai 1945 durch explodierende, am Hauptplatz, abgestellte Munitionswägen sehr schwer beschädigt. 



Das Haus Nr. 14 vlg. Oberer Meidl war 1878 im Besitz des Johann Feninger der es 1886 an Franz Muzik verkaufte. 1924 erbte Antonia Muzik das Haus, die es durch einen Leibrentenvertrag im Jahr 1926 an Ferdinand Jost übergab, welcher im Haus eine Schneiderei und ein Kleidergeschäft eröffnete. Sein Sohn, Ferdinand Jost jun., baute es zu einem Modegeschäft aus und richtete das erste Fotofachgeschäft im oberen Lavanttal ein. Heut betreibt er einen großen Druckereibetrieb in Liezen. Uns Leonhardern ist er durch seine tollkühnen Runden mit seinem Privatflugzeug über unserem Städtchen sehr bekannt geworden. Einige Zeit wurde das Modengeschäft von Frau Waltraud Maier weitergeführt, dann wurde es zu einer Kraschowitz Bäckerei mit Cafe umgestaltet, seither ist es komplett stillgelegt und wartet auf neues Leben

Das Bild stammt wahrscheinlich aus dem Jahr 1975. Der ganze obere Hauptplatz ist wieder  schön hergerichtet. Eine Tankstelle am Hauptplatz wäre heute nicht mehr möglich.


Das nächste Haus Nr. 15 vlg. Ranner Bäck ist wohl eines der ältesten Häuser im Familienbesitz. 1877 scheint Anna Gsodam, die Witwe des Ignatz Gsodam, der auch das Haus Nr. 8 (heute Köppl) gehörte, als Besitzerin auf. Hermann Gsodam betrieb die Bäckerei und war, mit seinem VW Bus auch lange Zeit der einzige Taxifahrer, bei den Leonhardern auch gut bekannt mit dem Namen „Pater Hermann“. Besitzer der Liegenschaft ist heute der Sohn von Hermann Gsodam, Dr. Christian Gsodam, seinen eigenen Wirkungskreis hat er aber in Brüssel. Zwischen dem Haus Karner und Gsodam kann man einen Blick in die untere Höllgasse und auf das im 17. Jahrhundert erbaute Pestkreuz werfen

Noch einmal die zerstörten Häuser Semmelrock – Gsodam – Karner – Stremitzer.



3. Teil am 18. Feber 2021:
Die Bürgerhäuser Karner, Pichler und unteres Stadttor

Montag, 8. Februar 2021

Gemeinderatswahl 2021- Wählerinformation der Stadtgemeinde

 

Wählerinformation

über die Stimmabgabe bei der Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl 

am 28. Februar 2021


Änderung der Wahllokale:

Wahlsprengel 1 - Kulturheim (Haupteingang) 7 Uhr - 16 Uhr

Wahlsprengel 2 - Kulturheim (Eingang Musikschule) 7 Uhr - 16 Uhr

Wahlsprengel 3 - Kulturheim (Eingang Musikheim) 7 Uhr - 16 Uhr

Wahlsprengel 4 - Gasthof Simerlwirt 8 Uhr - 15 Uhr

Wahlsprengel 5 - Hotel Moselebauer 8 Uhr - 15 Uhr

Vorwahltag

Freitag, 19 Februar 2021 von 17 Uhr bis 20 Uhr 

im Kulturheim (Haupteingang)

Bitte beim Betreten der Wahllokale die Schutzmaßnahmen einhalten (FFP2- Maske tragen, 2m Abstand halten, eventuell eigenen Kugelschreiber verwenden). Ausweispflicht !!!


Beantragung der Wahlkarte

- Online Antrag über www.wahlkartenantrag.at oder www.bad-stleonhard-i-lav.at 

- schriftlich bis spätestens 24. Februar 2021 Antragsformular der Wählerverständigungskarte oder formlos (Angabe der Passnummer oder Ablichtung eines Lichtbildausweises)

- persönlich, aber nicht telefonisch  Persönliche Anforderung: Montag bis Freitag in der Zeit von 8 Uhr bis 12 Uhr bis einschließlich Freitag, dem 26. Februar 2021   Es ist der Hintereingang zu nutzen !!!

Die Übernahme einer Wahlkarte für eine andere Person (z.B. Ehegatte/in) ist nur mit einer Vollmacht möglich, wobei die Antragstellung trotzdem schriftlich zu erfolgen hat.


Wichtig ! Bei der persönlichen Beantragung Ihrer Wahlkarte im Gemeindeamt, haben Sie die Möglichkeit sofort mit Ihrer Wahlkarte zu wählen !  (Wahlurne und Wahlzelle wird bereitgestellt)

Sonntag, 7. Februar 2021

Lei Blau 2021

 

Einen Fasching ohne eine Sitzung unserer Faschingsgilde zu erleben, das darf es nicht geben. Und deshalb haben wir uns, in diesem ganz speziellen Jahr, etwas Besonderes einfallen lassen. Wenn ihr nicht zu uns kommt, dann kommen wir zu euch nach Hause. 

Am Faschingsdienstag, dem 16. Feber 2021 um 20 Uhr präsentieren wir die Höhepunkte der Faschingssitzung 2020 auf „Youtube“ !!!

Unser Faschingsfilm soll auch ein Dankeschön sein für unser treues Publikum, das uns in den vergangenen Jahren so zahlreich besucht hat, und mit dem wir so viele unterhaltsame Stunden verbringen durften. Wir wünschen euch gute Unterhaltung und freuen uns jetzt schon auf ein Wiedersehen im Fasching 2022, wenn wir euch zu unseren Sitzungen mit unserem Faschingsgruß „Lei Blau – von Reichenfels bis Wiesenau“ begrüßen dürfen.

Eure Faschingsgilde Bad St. Leonhard

Hier vorab das Intro:


Und hier der Link zum Faschingsfilm der am  Faschingsdienstag um 20 Uhr gezeigt wird:





Samstag, 6. Februar 2021

Frunix - Süßes ohne Fructose aus Bad St. Leonhard


Seit einigen Jahren befindet sich in den Räumlichkeiten des ehemaligen Eisenwarengeschäfts der Familie Semmelrock die Manufaktur der Firma Frunix. Renee Hanslik, die Gründerin von Frunix, und ihr Mann, Geschäftsführer Christoph Hanslik produzieren und vertreiben von dort aus verschiedenste fructosefreie Produkte. Gesunde Ernährung und die ursprüngliche Küche waren Frau Hanslik immer schon wichtig. Aufgrund von Nahrungsmittelunverträglichkeiten ihrer Kinder entstand die Idee zur Rezeptplattform mitohnekochen.com, einem Webportal für Menschen, die mehr als andere auf ihre Ernährung achten müssen.

Mit Frunix haben sie sich zum Ziel gesetzt, verträgliche und schmackhafte Waren sowohl für Personen mit Fructoseintoleranz als auch für ernährungsbewusste Konsumenten zu entwickeln. Nach einer Entwicklungsphase wurden 2018 erstmals fructosefreie Bonbons angeboten. Da die Nachfrage darauf ständig stieg, wurde das Sortiment erweitert und mittlerweile umfasst dieses auch Vanillezucker, Brotaufstrich als Honigersatz, Maiszucker und Hustensirup.

Renee und Christoph Hanslik wollen mit Frunix den Zugang zu fructosefreien Produkten im Einzelhandel erleichtern und zu einer Selbstverständlichkeit machen. 

Einen weiteren Schritt, diese Vision zu verwirklichen wagten sie kürzlich mit der Teilnahme an der Sendung „2 Minuten- 2 Millionen“, die am kommenden Dienstag, dem 9. Feber 2021 um 20:15 auf Puls4 und auch per Online Stream zu sehen ist. 

Mehr Infos über Frunix und den Produkten „Made in Bad St. Leonhard“ mit Links zur Webseite und Facebookseite findet ihr auf der Regionalseite von "Leonheart":  Regional | Leonheart

Donnerstag, 4. Februar 2021

Altstadtspaziergang- vom oberen Stadttor bis zur oberen Höllgasse

Die Bürgerhäuser am Hauptplatz - vom oberen Stadttor bis zur oberen Höllgasse

Das erste Haus mit der Hausnummer 1 hat den Vulgarnamen Thorschmied.

Als erster Besitzer scheint im Jahr 1854 bzw. 1858 Johann Kienzl auf. 1897 erwirbt die Häuser 1 + 2 von Dr. Max Köhler. Der sie 1901 an Alois und Genoveva Weiß verkauft. 1907 gelangen sie durch Tausch und Trennung der beiden Häuser an Anna und Albin Köppl. Neben der Landwirtschaft betrieb die Familie Köppl auch ein Sägewerk und ein eigenes Kraftwerk neben der nahen Lavant. Die Anwesen wurden 2018 geteilt. Als Besitzer von Haus Nr. 1 scheinen jetzt Herbert und Andrea Müller auf. Sie betreiben hier eine Manufaktur Müller „Feiner Essig – Edler Brand“, in der herrliche Genussmittel erzeugt und verkauft werden.




Haus Nr. 2 vlg. Schlafferbäck 
Das Haus beherbergte früher auch ein Gasthaus und ein Kaufgeschäft mit Tabaktrafik. Durch den alten Hauseingang gelangte man zum Saal im ersten Stock, in dem Hochzeite und Bälle abgehalten wurden und der bis zur Eröffnung des neuen Kinos einem Wanderkino des Herrn Hegedys Quartier bot, 1952 eröffnete Gisela und Otto Köppl das neue „Lichtspieltheater Bad St. Leonhard“. Das Kaufgeschäft mit der Tabaktrafik lautete auf den Namen Anna Köppl, wird aber heute von den Pächtern Karner-Vallant geführt. Als Besitzer des Hauses 2 scheint heute DI. Peter Novak auf. Das Kino wartet heute auf bessere Zeiten, vielleicht kann es doch einmal wieder zum Leben erweckt werde 



Als Besitzer des Hauses Nr. 3 vlg. Salzwimmer 
scheint 1879 erstmalig Josef Lichtenegger auf.  1902 kam es durch Kauf an Carl Moser. Die Familie Moser betrieb ein Kaufgeschäft und eine Weinstube im Haus. Die Tochter von Othmar Moser, Fanny Moser als letzte Erbin, baute das Geschäft weiter aus und richtete darin ein Modegeschäft ein. In den sechziger Jahren mietete sich erst der Konsum ein und danach die Firma Spar. 1985 erwarb das Haus Nr. 3 durch Kauf Andreas Schloffer und baute es mit viel Gespür dafür zu einem „Wohnstudio“ um. Heute ist es ein schönes Beispiel dafür, wie man ein modernes Geschäft und Wohnraum im alten Stadtkern schaffen kann, ohne dem ganzen Gefüge zu Schaden


Am Ende des Hauses kann man einen Blick in die obere Höllgasse werfen, die den Blick auf das Haus Nr. 4 vlg. Titoschuster frei gibt. Rechts nach Haus Nr. 4 stand das Haus Nr. 5 der ehemalige Höllwirt :

Die ehemalige Besitzerin Regina Pöllinger betrieb noch ein Sägewerk. Die sogenannte Braumille Säge. auf der rechten Seite der Stadtausfahrt gegenüber der Tischlerei Stimpfl. Ihr Sohn Dr. Erich Pöllinger stürzte im Haus so unglücklich, das er an den Folgen starb. Heute ist es im Besitz von Mag. Peter De Colle. Rechts im Bild ist der Limarutti Stadel. In den 50ziger Jahren des vorigen Jahrhunderts war in der Höllgasse noch eine „Schwemm“. Dies war eine offene Stelle des Feuerbaches, die nicht nur zur Wasserentnahme für die Feuerwehr im Falle eines Brandes diente, sondern auch den braven Hausfrauen zum schwemmen der Wäsche. Da es gleichzeitig auch ein Kommunikationszentrum war, kann man sich vorstellen, dass auch so manche andere Schmutzwäsche gewaschen wurde. 




2. Teil am 11. Feber 2021:
Vom Limarutti bis Gsodam


Mittwoch, 3. Februar 2021

Altstadtspaziergang - Bürgerhäuser in Bad St. Leonhard im Lavanttal

 


In den kommenden Wochen darf ich euch, liebe Leser meines Blogs, einladen zu einem Altstadtspaziergang in Bad St. Leonhard. Präsentiert wird diese einzigartige Dokumentation vom Hauptplatz unserer Stadt mit seinen historischen Bürgerhäusern von Herrn Karl Unterholzer. Es freut mich sehr, dass ich ab heute jeden Donnerstag ein Kapitel dieser Serie hier auf "Leonharder Blogspot" aufschlagen darf. Ich wünsche euch viel Freude beim Altstadtspaziergang in Bad St. Leonhard:

Die Zeit des langen, winterlichen Corona Lockdowns 2020 – 2021 konnte ich  mit verschiedensten Aktivitäten recht sinnvoll nützen.

Ich habe eine Abhandlung vom „Raunzer“ Bernd Abenthung und mir, die wir zusammen erstellt haben, aus dem Jahr 2007 wiederentdeckt. Es ging um einen Altstadtspaziergang rund um den Leonharder Hauptplatz, vom oberen bis zum unteren Stadttor, mit geschichtlicher Aufarbeitung der Hausnummern mit Vulgarnamen, Jahreszahlen über den Bau der Häuser und Veränderungen der Besitzverhältnisse, aber auch eine Auflistung darüber, wer in den Häusern gewerkt und was sich zugetragen hat. Ich bin mir aber auch bewusst, dass die zeitliche Reihenfolge manchmal sehr schwer nachvollziehbar ist.

Mit manchen alteingesessenen Mitbürgern konnte ich darüber öfter philosophieren und die alte Zeit wieder hervorholen, doch diejenigen, die uns noch etwas sagen können sind schon sehr dünn gesät. Darum ersuche ich sie, mir bei ungenauen Fakten und Jahreszahlen nachsichtig zu sein und bitte um ihre Mitteilung in solchen Fällen, um Korrekturen zu ermöglichen. Mit historischen und neuen Bildern der Gebäude am Hauptplatz soll so manches Geschehen wieder bewusst gemacht werden.

Die Dokumentation ist als Serie über die einzelnen Bürgerhäuser rund um den Hauptplatz gedacht.  Wie kaum ein anderes Städtchen besitzt Bad St. Leonhard einen bereits im ausgehenden Mittelalter großzügig angelegten Hauptplatz. Die folgenden Abschnitte sind deshalb den alten Bürgerhäusern gewidmet, die den Hauptplatz säumen. Als Hauptgrundlage der Bevölkerung war vor allem der Erwerb von Grund und Boden für Handwerksbetriebe und die Landwirtschaft. Ich habe versucht zu jedem Haus eine kurze Chronik zu verfassen. Die Angaben entstammen hauptsächlich den Grundbüchern sowie eigenen Erinnerungen von ausführlichen Gesprächen mit älteren Gemeindebürgern.

 Karl Unterholzer


1. Teil am 4. Feber 2021 (14 Uhr):

 Vom oberen Stadttor bis zur unteren Höllgasse

Sonntag, 31. Januar 2021

S'gsunde Eck - Gutes aus der Region


Schon seit einem Jahr plant Familie Baumgartner vom gleichnamigen Gasthaus in Mauterndorf einen Selbstbedienungsladen zu realisieren. Nun war es soweit und es gelang im Jänner diesen Jahres den Genussladen „S’gsunde Eck-Gutes aus unserer Region“ zu eröffnen. Neben vielen eigenen Produkten die zum Kauf angeboten werden, fanden sich auch zahlreiche Direktvermarkter aus unserer Region, welche dort ihre Erzeugnisse in Zukunft verkaufen. Alle gemeinsam verfolgen eine Vision: Keine langen Transportwege d.h. umweltschonend, gesund und nachhaltig.



In weiterer Folge wird es in den Sozialen Medien eine Gruppe geben , wo man die Kunden über aktuelle Angebote und saisonale Produkte, die im „S'gsunde Eck“ angeboten werden, informiert. Neben Obst und Gemüse kann man in den Sommermonaten auch diverse Fleischwaren für die Grillfeier zu Hause, kontaktlos holen. Der Selbstbedienungscontainer „S’gsunde Eck“ von Familie Baumgartner ist täglich geöffnet.

Vorstellungsvideo S'gsunde Eck :



Samstag, 30. Januar 2021

Wilde Müllablagerungen - Nein Danke !


Abfallsäcke neben den Fahrbahnen, achtlos weggeworfener  Papier- und Plastikmüll in den Straßengräben, bei Bächen oder auch in unseren Wäldern. In der Natur wo wir eigentlich Erholung suchen finden wir oft Sperrmüllablagerungen wie ihr auf den Bildern sehen könnt, die mir kürzlich zugesendet wurden.  Leider entsorgen immer mehr Menschen auch in unserer Region ihren Müll illegal, und das obwohl die Altstoffsammelzentren auch während der Corona-Pandemie geöffnet haben. 



Unsere Gemeinde bemüht sich wirklich sehr überall wo es möglich ist , wie  zB. Mistkübeln in den Ortsgebieten und auf den gekennzeichneten Wanderwegen aufzustellen und entleeren diese auch regelmässig. Unterstützen wir sie dabei, den jeder ist ja sich selbst der Nächste.

Altstoffsammelzentrum Bad St. Leonhard:

geöffnet jeden Freitag von 13 Uhr 30 bis 17 Uhr (außer Feiertag)

Silofolien - jeden 1. Freitag im Monat von 10 Uhr bis 12 Uhr

Es ist wirklich nicht schwer, wenn jeder seinen Beitrag leistet – unserer Umwelt zuliebe !


Freitag, 29. Januar 2021

Eislauf-Lernhilfen für die Kinder auf dem Eislaufplatz

Eislauf-Lernhilfen wurden kürzlich von Gemeinderätin Edith Starzacher und Stadtrat Gunter Kienberger für die Kinder auf dem Eislaufplatz bei der Freizeitanlage übergeben. Sie hatten richtig Spaß und Freude damit! Mit Abstand die einfachste Methode spielend das Eislaufen zu erlernen! 3 Stück, die höhenverstellbar sind und somit für Groß und Klein geeignet sind,  stehen gratis zur Verfügung. Gekauft wurden sie von der SPÖ Bad St. Leonhard.



(B/T: E. Starzacher)

Sonntag, 17. Januar 2021

Verkehrsunfall mit Verletzung auf A2 in Bad St. Leonhard/Lav.

 

Am 17. Jänner 2021 gegen 16:00 Uhr kam auf der Abfahrt der Südautobahn (A 2) in Bad St. Leonhard/Lav.  ein 46-jähriger PKW-Lenker aus dem Bezirk Voitsberg/ Steiermark laut eigenen Aussagen aufgrund von Sekundenschlaf rechts von der Fahrbahn ab. Der PKW touchierte mehrere, in diesem Bereich aufgestellte Verkehrszeichen, drehte sich um die eigene Achse und kam total beschädigt, entgegen der Fahrtrichtung im Straßengraben zum Stillstand. Die Unfallstelle wurde in weiterer Folge durch nachkommende Verkehrsteilnehmer abgesichert. Von diesen wurden auch die Einsatzkräfte verständigt. Die Ersthelfer bargen den unbestimmten Grades verletzten Lenker aus seinem total beschädigten Fahrzeug. Der Lenker wurde nach ärztlicher Erstversorgung im Anschluss daran von der Rettung in das LKH Wolfsberg gebracht. Ein mit dem Lenker durchgeführter Alkomat-Test ergab eine mittelgradige Alkoholisierung.

(lpdkaernten)

Verkehrsunfall auf der B70

 


Am 17. Jänner 2021 gegen 10.00 Uhr kam in Wolfsberg ein 52-jähriger PKW-Lenker aus dem Bezirk Wolfsberg mit seinem PKW aus bisher unbekannten Gründen auf der Klagenfurter Straße (B 70) nach links von der Fahrbahn ab. Dabei überfuhr er den dortigen Gehweg und Grünstreifen. Er prallte in der Folge mit seinem Fahrzeug gegen den geparkten PKW eines 80-jährigen Pensionisten aus der Gemeinde Frantschach-St. Gertraud, welcher zum Unfallzeitpunkt auf dem Parkplatz vor der dortigen Waschanlage einer Tankstelle abgestellt war. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der PKW des Pensionisten, welcher sich im geparkten PKW am Fahrersitz befand, mit der Fahrerseite gegen die Fassade der Tankstelle geschleudert. Beide PKW-Lenker wurden dabei unbestimmten Grades verletzt und nach ärztlicher Erstversorgung von der Rettung in das LKH Wolfsberg gebracht. An beiden PKW entstand schwerer Sachschaden. Ein bei dem 52-jährigen durchgeführter Alkoholvortest verlief negativ (0,00 ‰). Die FF Wolfsberg stand mit 15 Mann im Einsatz und musste ausgelaufene Betriebsmittel binden.

(lpdkaernten)

Schikollisionsunfall im Schigebiet Klippitztörl

 


Am 17. Jänner 2021 gegen 14:30 Uhr kollidierten im Schigebiet Klippitztörl in der Gemeinde Reichenfels auf der Gugl-Karner-Abfahrt, ein 53-jähriger Schifahrer aus Deutschland und ein 39-jähriger Schifahrer aus dem Bezirk Wolfsberg. Dabei kamen beide Schifahrer zu Sturz. Der Mann aus Deutschland blieb unverletzt, der Schifahrer aus Wolfsberg erlitt eine schwere Verletzung an der Hand. Er konnte noch selbst bis zur Talstation abfahren, musste danach aber vom Rettungshubschrauber C 11 in das LKH Wolfsberg geflogen werden. (lpdkaernten)


Montag, 11. Januar 2021

Eislaufplatz in Bad St. Leonhard geöffnet

 


*** Eislaufplatz in Bad St. Leonhard ist ab sofort geöffnet ***

Aufgrund der COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung gelten folgende Bestimmungen:

* Ein Abstand von mindestens 1 Meter ist einzuhalten!

* Mannschafts- und Kontaktsportarten sind nicht erlaubt!

* Der Umkleideraum bleibt versperrt!

* Das WC ist geöffnet!

* Das Flutlicht ist bis 19:00 Uhr eingeschaltet!

Es wird um Einhaltung der COVID-Maßnahmen ersucht 

Leonharder Blogspot wünscht viel Spaß beim Eislaufen!




Sonntag, 10. Januar 2021

Friedenslicht- Spendenübergabe

 

Im Rüsthaus der Feuerwehr Wolfsberg fand am Freitag, den 08.01.2021, die Übergabe der Spenden aus der Friedenslichtaktion 2020 der Feuerwehrjugend und der Feuerwehren des Bezirkes Wolfsberg statt. Durch die Corona-Krise fand heuer die Spendenübergabe nur in einem kleinen Rahmen, mit Mund- Nasenschutz und Sicherheitsabstand, statt. Mit großem Stolz konnten Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Wolfgang Weißhaupt und sein Stellvertreter BR Magnus Semmler im Beisein von Bezirksjugendbeauftragtem OBI Alfred Gollob folgende anwesende Personen begrüßen:  Die Abschnittsfeuerwehrkommandanten ABI Alex Steinkellner und       ABI Franz Maier. Bezirksfeuerwehrkurat Pater Anselm, Gemeindefeuerwehrkommandant HBI Christoph Gerak, den Bürgermeister von Wolfsberg Herrn Primus Hannes, die Bürgermeisterin von St. Andrä Frau Knauder Maria, den Vizebürgermeister und Feuerwehrreferenten von Wolfsberg Herrn Stückler Christian. Eine Spende von €21.000.- konnte von den Feuerwehrjugendmitgliedern und ihren Betreuern an vier bedürftige Familien aus dem Lavanttal übergeben werden. Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Wolfgang Weißhaupt bedankte sich in seiner Ansprache bei der Feuerwehrjugend und den Feuerwehren des Bezirkes, die diese Aktion jährlich mit großem Engagement durchführen. 


Ein weiterer Dank galt dem Bezirksjugendbeauftragten OBI Alfred Gollob und seinem Sohn Kevin, die heuer bereits zum zweiten Mal das Friedenslicht in Linz für die Feuerwehren von ganz Kärnten abgeholt haben. OBR Wolfgang Weißhaupt betonte, dass hier jeder gespendete Euro direkt und unbürokratisch bei den Familien ankommen würde. Seit dem Beginn dieser Aktion vor zwölf Jahren, konnten somit in Summe bereits € 118.000,- an Spenden an bedürftige Familien im Bezirk Wolfsberg übergeben werden.


Der aktuell beliebteste Blogpost des Jahres

Der aktuell beliebteste Blogpost des Jahres 2023

Top auf Leonharder Blogspot

Empfohlener Beitrag

Pfiat Gott, liebe Alm ...

Rechtzeitig zum Herbstbeginn fand am Samstag beim Almsee am Klippitztörl die Veranstaltung "Pfiat Gott, liebe Alm ..." statt....

.

.
.

:)

:)
:)
Kommentare werden vor der Veröffentlichung geprüft