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Montag, 13. Juli 2026

Kunigundfest in Bad St. Leonhard feierlich begangen

Bad St. Leonhard ist mit zwei beeindruckenden Gotteshäusern gesegnet. Neben der weithin bekannten Leonhardikirche prägt auch die Kunigundkirche das Ortsbild. Sie ist den Heiligen Heinrich und Kunigunde geweiht – dem Kaiserpaar des Heiligen Römischen Reiches, dessen Gedenktag alljährlich am 13. Juli begangen wird.

Heinrich II. und seine Gemahlin Kunigunde regierten zu Beginn des 11. Jahrhunderts und zählen zu den bedeutendsten Herrscherpersönlichkeiten ihrer Zeit. Beide engagierten sich in besonderer Weise für die Kirche und förderten vor allem das von ihnen gegründete Bistum Bamberg. Sie statteten es mit umfangreichem Grundbesitz und wertvollen Schätzen aus. Kaiserin Kunigunde verzichtete sogar auf ihre Morgengabe zugunsten des neuen Bistums und nahm – für diese Zeit außergewöhnlich – aktiv an den Regierungsgeschäften ihres Mannes teil.

Da Bad St. Leonhard über viele Jahrhunderte zum Hochstift Bamberg gehörte, ist es naheliegend, dass auch hier eine Kirche den beiden Heiligen gewidmet wurde. In der Kunigundkirche erinnern bis heute zahlreiche Darstellungen an das Kaiserpaar: Am rechten Seitenaltar befinden sich die Statuen des Heiligen Heinrich und der Heiligen Kunigunde mit ihren Kronen, während am Hochaltar im oberen Mittelteil eine Darstellung der Kaiserin zu sehen ist.

Seit einigen Jahren wird in Bad St. Leonhard rund um den 13. Juli in besonderer Weise der Heiligen Kunigunde als Kirchenstifterin gedacht. So wurde heuer bereits am Sonntag, dem 12. Juli 2026, dem Sonntag vor ihrem Festtag, das traditionelle Kunigundfest gefeiert.

Um 10.00 Uhr zelebrierte Dechant Martin Edlinger, unterstützt von seiner großen Ministrantenschar, gemeinsam mit der Pfarrgemeinde und zahlreichen Gästen den feierlichen Festgottesdienst zu Ehren der Heiligen Kunigunde. Für die festliche musikalische Gestaltung sorgten der MGV Bad St. Leonhard sowie Organist Johann Spruk, die der Messe einen besonders würdigen Rahmen verliehen.

Im Anschluss an den stimmungsvollen Gottesdienst waren alle Besucher zur traditionellen Agape eingeladen. Bei gesegneten Brezeln, die dankenswerterweise von Bürgermeister Dieter Dohr gesponsert wurden, und erfrischenden Getränken, bot sich die Gelegenheit zu vielen netten Gesprächen und einem gemütlichen Beisammensein. Für die Bewirtung und das leibliche Wohl sorgte das engagierte Team des Pfarrgemeinderates, das einmal mehr für einen gelungenen Ausklang des Festtages sorgte.



Montag, 6. Juli 2026

„Die Koanz Stadt“ begeisterte Hunderte Besucher – Ein Theaterprojekt, das Heimat und Gemeinschaft lebendig werden ließ


Großer Applaus, strahlende Kinderaugen und ein bis auf den letzten Platz gefüllter Festsaal prägten die beiden Aufführungen des Theaterstücks „Die Koanz Stadt“ der Schieflinger Rosenkranzkinder. An zwei Sonntagen, jeweils nach der Heiligen Messe in der Pfarrkirche Schiefling, wurde der Festsaal des Gasthofes Simmerlwirt zur Bühne für ein außergewöhnliches Gemeinschaftsprojekt. Insgesamt rund 500 Besucherinnen und Besucher ließen sich von der Geschichte mitreißen und dankten allen Mitwirkenden mit lang anhaltendem Applaus.

Das Theaterstück stammt aus der Feder von Manfred Schiener-Stürzenbecher und Edith Kienzl. Es greift historische Hintergründe aus der Region auf, erzählt die Geschichte jedoch großteils frei erfunden weiter. Gerade diese gelungene Verbindung aus Geschichte, Mundart, Humor und christlichen Werten machte den besonderen Reiz der Aufführungen aus und sorgte dafür, dass sich viele Besucher in der Handlung wiederfanden.

Im Mittelpunkt standen jedoch die Kinder. Insgesamt 27 Mädchen und Buben im Alter von vier bis vierzehn Jahren standen gemeinsam mit drei Erwachsenen auf der Bühne. Für viele war es der erste große Theaterauftritt. Mit sichtbarer Freude, großem Einsatz und viel Herzblut meisterten sie ihre Rollen und zeigten, was entstehen kann, wenn Kinder die Möglichkeit bekommen, ihre Talente vor Publikum zu entfalten.

Auch die Erwachsenen prägten das Theaterstück auf besondere Weise. Manfred Schiener-Stürzenbecher schlüpfte mit viel Herzblut in die Rolle des Bauern Koanz. Für Regie und Textbearbeitung zeichnete die bekannte Lavanttaler Mundartdichterin Edith Kienzl verantwortlich. Gemeinsam mit Dechant Mag. Martin Edlinger führte sie als Sprecherin und Erzählerin durch die Handlung und verlieh dem Stück mit viel Einfühlungsvermögen, Humor und Feingefühl einen besonderen Charakter.

Auch musikalisch wurde den Besucherinnen und Besuchern einiges geboten. Der Schieflinger Kirchenchor unter der Leitung von Ferdinand Bischof sorgte für die stimmungsvolle gesangliche Umrahmung. Unterstützt wurde er von Religionslehrerin Marianne Gaber mit dem Kinder-Engelchor, wodurch die Aufführungen eine besonders feierliche und berührende Atmosphäre erhielten.

Das Theater war weit mehr als eine gelungene Aufführung. Es war ein Projekt, das die ganze Dorfgemeinschaft zusammenbrachte. Der Pfarrgemeinderat mit Obmann Johann Rampitsch sowie viele freiwillige Helferinnen und Helfer unterstützten bei den Vorbereitungen, beim Bühnenaufbau, hinter den Kulissen, in der Küche und beim Service sowie beim Zusammenräumen. In vielen Familien packten Kinder, Eltern und Angehörige selbstverständlich mit an. Dieses Miteinander machte einmal mehr deutlich, wie stark der Zusammenhalt in Schiefling gelebt wird.

Das Motto der Schieflinger Rosenkranzkinder zog sich wie ein roter Faden durch das gesamte Projekt:

„Unsere christliche Heimat Zukunft liegt in den Händen unserer Kinder.“

Genau diese Botschaft wurde bei den beiden Aufführungen eindrucksvoll sichtbar. Den Kindern wurde Vertrauen geschenkt, Verantwortung übertragen und eine Bühne geboten, auf der sie wachsen konnten. Gleichzeitig wurde regionales Brauchtum gepflegt und ein Stück Heimatgeschichte auf lebendige Weise weitererzählt.

Der Eintritt erfolgte gegen eine freiwillige Spende zugunsten der Schieflinger Rosenkranzkinder. Nach den Vorstellungen waren alle Besucher eingeladen, bei den traditionellen „Koanz-Nudeln“ noch gemütlich zusammenzusitzen. Auch dieser gesellige Ausklang zeigte, dass es bei dieser Veranstaltung nicht nur um Theater ging, sondern vor allem um Begegnung, Gemeinschaft und das Miteinander.

Der große Besucherzuspruch zeigte eindrucksvoll, welchen Stellenwert solche Veranstaltungen in der Region haben. Dass rund 500 Menschen die beiden Aufführungen besuchten, spricht für die Wertschätzung gegenüber den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sowie den jungen Schauspielerinnen und Schauspielern. Die begeisterten Rückmeldungen aus dem Publikum machten deutlich, dass „Die Koanz Stadt“ nicht nur unterhalten, sondern auch berührt hat.

Gerade in einer Zeit, in der vieles schnelllebig geworden ist, sind solche Projekte von unschätzbarem Wert. Sie verbinden Generationen, stärken das Gemeinschaftsgefühl und vermitteln den Kindern auf schöne Weise die Liebe zur Heimat, zum Glauben und zu den eigenen Wurzeln.

Die Schieflinger Rosenkranzkinder haben mit „Die Koanz Stadt“ eindrucksvoll bewiesen, dass gelebte Tradition, Zusammenhalt und die Freude am gemeinsamen Gestalten auch heute nichts von ihrer Bedeutung verloren haben. Die beiden Aufführungen werden vielen Besucherinnen und Besuchern noch lange in schöner Erinnerung bleiben.



Dienstag, 9. Juni 2026

Fronleichnam in Schiefling im Lavanttal feierlich begangen

Am Sonntag nach Fronleichnam versammelten sich wieder zahlreiche Mitglieder der Pfarrgemeinde Schiefling, Bürgermeister Dieter Dohr mit Stadt- und Gemeinderäte sowie die örtlichen Vereine in der festlich geschmückten Pfarrkirche Schiefling im Lavanttal, um gemeinsam das Hochfest des Leibes und Blutes Christi zu feiern.


Die feierliche Messe wurde von Dechant Martin Edlinger zelebriert und musikalisch von der Trachtenkapelle Schiefling sowie dem Kirchenchor würdig umrahmt. Besonders schön zeigte sich dabei erneut das starke Miteinander der Vereine und der Bevölkerung der Ortschaft.


Im Anschluss zog die traditionelle Fronleichnamsprozession durch Schiefling. Die Stationen führten zum Neuwirtkreuz, zum Herkkreuz, zum Kriegerdenkmal sowie schließlich zum Friedhofsplatz, wo die Feierlichkeiten mit dem feierlichen „Te Deum“ ihren würdigen Abschluss fanden.

Nach der Prozession lud der ÖKB Ortsverband Schiefling beim Simmerlwirt zum Frühschoppen ein. 


Neben zahlreichen Gästen aus der Bevölkerung und den heimischen Vereinen konnten dabei auch Abordnungen der ÖKB-Ortsverbände Obdach und Bad St. Leonhard begrüßt werden. In gemütlicher Atmosphäre klang der Festtag kameradschaftlich aus.


Bildergalerie / Fronleichnam in Schiefling (größere Ansicht anklicken!)




































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