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Freitag, 30. Oktober 2026

🍂 Wenn der Herbst den Schlossberg verzaubert

Es gibt Plätze in unserer Heimat, die zu jeder Jahreszeit ihren ganz besonderen Reiz haben. Der Schlossberg mit der historischen Burgruine Gomarn in Bad St. Leonhard ist zweifellos einer davon. Doch gerade im Herbst, wenn sich die Bäume in ein prächtiges Farbenspiel aus Goldgelb, Orange und Rotbraun verwandeln, zeigt sich dieser geschichtsträchtige Ort von seiner besonders schönen Seite.

Hoch über unserer Stadt gelegen, blickt die Burgruine auf eine lange und bewegte Vergangenheit zurück. Die Burganlage wurde bereits 1287 erstmals urkundlich erwähnt. Über Jahrhunderte war sie eng mit der Geschichte des Bistums Bamberg und der Entwicklung unserer Stadt verbunden. Im Jahr 1762 fiel die Burg einem Brand zum Opfer. Nach ihrem Wiederaufbau wurde sie 1808 erneut durch ein Feuer zerstört. Seither prägen die beeindruckenden Mauerreste das Bild des Schlossbergs.

Damit dieses wertvolle historische Erbe auch für kommende Generationen erhalten bleibt, bemüht sich die Stadtgemeinde Bad St. Leonhard laufend um die Pflege, Sicherung und Sanierung der Anlage. In den vergangenen Jahren wurden unter anderem Burgmauern und Mauerkronen instand gesetzt, Wege erneuert und der Schlossberg als Naherholungsgebiet weiter aufgewertet. So bleibt dieser besondere Platz nicht nur ein Zeugnis unserer Geschichte, sondern auch ein beliebter Ort zum Spazierengehen, Verweilen und Genießen.

Und heute? Heute verbindet sich hier Geschichte mit Natur auf ganz wunderbare Weise. Das alte Gemäuer, die herbstlich gefärbten Bäume, das Rascheln des Laubes und die herrlichen Ausblicke machen jeden Besuch zu einem kleinen Erlebnis.

Man muss nicht weit reisen, um besondere Plätze zu entdecken. Manchmal liegen sie direkt vor unserer Haustür.

🎥 Mein kleiner Film nimmt euch mit auf einen stimmungsvollen Spaziergang über den herbstlichen Schlossberg – begleitet von passender Musik:

Ein Stück Geschichte. Ein Stück Natur. Ein Stück Heimat.

Sonntag, 18. Oktober 2026

Tag der offenen Tür bei SeneCura Bad St. Leonhard

Einblicke in den Alltag, persönliche Gespräche und ein Blick hinter die Kulissen: Beim Tag der offenen Tür am Freitag, dem 16. Oktober, konnten Interessierte das SeneCura Sozialzentrum Bad St. Leonhard näher kennenlernen.

Heimleiterin Brigitta Penz begrüßte die Anwesenden und gab einen Einblick in das Leben und die Arbeit im Haus. Dabei wurde deutlich, wie viel hinter dem täglichen Betrieb steckt und wie wichtig eine gute Betreuung und ein herzliches Miteinander sind.



Bei einer anschließenden Hausführung hatten die Besucher die Gelegenheit, die Räumlichkeiten kennenzulernen und mehr über die Betreuung, die Verpflegung und die Freizeitangebote für die Bewohner zu erfahren. Denn im SeneCura Sozialzentrum geht es nicht nur um Pflege, sondern auch um Gemeinschaft, Abwechslung und persönliche Zuwendung.





Unter den Gästen waren auch Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber, Bürgermeister Dieter Dohr, Sozialreferent Eduard Mitterbacher, Stadtrat Gerhard Penz, die Gemeinderäte Franz Berger und Thomas Probst sowie Nationalratsabgeordneter Hans Weber.

Der Tag der offenen Tür bot eine schöne Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und einen Eindruck davon zu gewinnen, wie der Alltag im Sozialzentrum gestaltet wird.

Ein herzliches Dankeschön an Heimleiterin Brigitta Penz und das gesamte SeneCura-Team für den freundlichen Empfang und die interessanten Einblicke!

Güterweg Wartkogel offiziell wiedereröffnet: Über 1,2 Millionen Euro für eine wichtige Lebensader im ländlichen Raum

Ein wichtiger Tag für die Landwirtschaft und die Menschen am Wartkogel: Der mehr als zwei Kilometer lange Güterweg, der mehrere Höfe sowie große land- und forstwirtschaftliche Flächen erschließt, wurde nach umfangreichen Ausbauarbeiten offiziell wiedereröffnet.

 Insgesamt wurden rund 1,2 Millionen Euro in die Verbesserung dieser wichtigen Verkehrsverbindung investiert. Güterwege sind weit mehr als bloße Verbindungen zwischen einzelnen Höfen. Sie sind die Lebensadern des ländlichen Raumes. Sie ermöglichen Landwirten die Bewirtschaftung ihrer Felder und Wälder, erleichtern den Transport von Ernte und Holz und sichern die Zufahrt zu abgelegenen Anwesen. Auch für die Bewohnerinnen und Bewohner sind gut ausgebaute Wege ein wichtiger Faktor für Lebensqualität und Sicherheit. Der Güterweg Wartkogel erschließt rund 65 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche und mehr als 50 Hektar Wald. Durch den Ausbau, die Verbesserung der Wegführung und die vollständige Asphaltierung wurde eine wichtige Grundlage für die weitere Bewirtschaftung dieser Flächen geschaffen.

Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf mehr als 1,2 Millionen Euro. Rund 70 Prozent davon wurden durch öffentliche Mittel getragen. Damit zeigt sich, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Land, Gemeinde, Bringungsgemeinschaft und Grundeigentümern bei solchen Projekten ist. Bei der feierlichen Wiedereröffnung waren neben Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber auch Bürgermeister Dieter Dohr, Bürgermeister Manfred Führer, Nationalratsabgeordneter Johann Weber und der Bad St. Leonharder Straßenreferent Stadtrat Gerhard Penz sowie die Anrainer anwesend. Der Ausbau des Wartkogelweges macht deutlich, welche Bedeutung eine funktionierende ländliche Infrastruktur für unsere Region hat. Während große Straßenprojekte oft im Mittelpunkt stehen, sind es gerade die vielen Güter- und Verbindungswege, die das Leben und Wirtschaften außerhalb der Ortszentren ermöglichen.

Denn ein gut ausgebauter Güterweg ist keine Nebensache, sondern eine Investition in die Zukunft unserer Höfe, unserer Wälder und unserer ländlichen Gemeinden.

Freitag, 16. Oktober 2026

Hilfe für die Friedhofsbesucher: Wassertanks in Bad St. Leonhard und Schiefling

Volkspartei Bad St. Leonhard und Stadtrat Gerhard Penz setzen sich für die Anliegen der Bevölkerung ein

Aufgrund des bestehenden Wassermangels in der Gemeinde Bad St. Leonhard wurde per Verordnung der Wasserbezug bei den Friedhöfen eingestellt. Damit soll Wasser gespart und die Versorgung in der Gemeinde bestmöglich gesichert werden.

Für viele Friedhofsbesucherinnen und Friedhofsbesucher ist das Wasser jedoch wichtig, um Blumen zu gießen und die Gräber ihrer Angehörigen zu pflegen. Um hier eine praktische Lösung zu schaffen, wurde die Initiative der Volkspartei Bad St. Leonhard gemeinsam mit Stadtrat Gerhard Penz umgesetzt.

An drei Standorten stehen nun Wassertanks bereit: Zwei davon befinden sich in Bad St. Leonhard, ein weiterer in Schiefling. Das dafür benötigte Wasser wird aus privaten Quellen zur Verfügung gestellt. Damit wird den Bürgerinnen und Bürgern trotz der notwendigen Wassersparmaßnahmen eine Möglichkeit geboten, ihre Gräber weiterhin zu pflegen. Gleichzeitig wird das öffentliche Wassernetz entlastet.

Die Initiative zeigt, wie durch persönliches Engagement und die Bereitschaft, private Ressourcen zur Verfügung zu stellen, konkrete Lösungen für alltägliche Anliegen gefunden werden können.

Gerade bei solchen Maßnahmen wird deutlich, wie wichtig es ist, zuzuhören, anzupacken und dort zu helfen, wo Unterstützung gebraucht wird. Ein offenes Ohr für die Bevölkerung und praktische Hilfe im Alltag – ein Beitrag zum Zusammenhalt in unserer Gemeinde.

Samstag, 10. Oktober 2026

Volksschule Bad St. Leonhard feierte den 10. Oktober

Mit einer würdevollen Feier am Vortag des Kärntner Landesfeiertages erinnerte die Volksschule Bad St. Leonhard an die besondere Bedeutung des 10. Oktober für unser Land und seine Menschen.


Der 10. Oktober ist für uns Kärntner weit mehr als ein Feiertag. Er erinnert an die Kärntner Volksabstimmung vom Jahr 1920, bei der sich die Bevölkerung der Abstimmungszone A mehrheitlich für den Verbleib bei Österreich entschied. Dieses historische Ereignis steht bis heute für Heimatverbundenheit, Zusammenhalt und das Recht der Menschen, über ihre Zukunft mitzuentscheiden.

Umso schöner ist es, wenn bereits die jüngste Generation an diese bedeutende Geschichte herangeführt wird und die Werte unserer Heimat bewusst erlebt und weiterträgt.


Besonders freute sich die Volksschule Bad St. Leonhard über den Besuch von Bürgermeister Dieter Dohr, Vizebürgermeister Alexander Pichler und des Kameradschaftsbundes, die gemeinsam mit der Schulgemeinschaft an dieser Feier teilnahmen.

Für die musikalische Umrahmung sorgte die Musikschule Oberes Lavanttal. Ein besonderer Dank galt dabei Herrn Klautzer, der die Feier musikalisch begleitete. Ein bewegender Höhepunkt war das Spielen des Kärntner Heimatliedes auf der Trompete, das von allen Anwesenden gemeinsam gesungen wurde. Gerade solche Momente zeigen, wie Musik Menschen verbindet und Heimatgefühl lebendig werden lässt.


Mit dieser Feier setzte die Volksschule Bad St. Leonhard ein schönes Zeichen für gelebte Tradition und die Weitergabe unseres kulturellen Erbes. Denn Heimat bedeutet nicht nur, an die Vergangenheit zu erinnern. Heimat bedeutet auch, Verantwortung für die Gegenwart zu übernehmen und die Werte unserer Gemeinschaft an die kommenden Generationen weiterzugeben.

Ein herzliches Dankeschön gilt Volksschuldirektor Gerald Pichler, der Musikschule Oberes Lavanttal sowie allen Mitwirkenden, die diese Feier zu einem würdevollen und gelungenen gemeinsamen Erlebnis gemacht haben.


Gerade am 10. Oktober wird uns bewusst, wie wertvoll unsere Heimat ist. Mögen Zusammenhalt, Frieden und die Verbundenheit mit unserem schönen Kärnten auch in Zukunft einen festen Platz in den Herzen unserer Kinder haben.

Einen schönen Kärntner Landesfeiertag!


Freitag, 18. September 2026

Spirituelle Wanderung 2026

Am Samstag, dem 12. September 2026, lud die Pfarre Bad St. Leonhard bereits zur 7. Spirituellen Wanderung ein. Unter dem Titel „Geschichtliche Betrachtung – Kostbarkeiten am Wegrand“ führte der gemeinsame Weg vom SeneCura Sozialzentrum Bad St. Leonhard bis zum Schloss Lichtengraben. Organisiert wurde die Wanderung vom Katholischen Bildungswerk der Pfarre unter der Leitung von Mag. Susanne Schatz. Die geistliche Begleitung übernahm Diakon Mag. Anton Schönhart, der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer während des gesamten Weges begleitete. Im Mittelpunkt standen diesmal die vielen kleinen und oft unscheinbaren Bildstöcke, Marterln, Kreuze und Heiligendarstellungen, die entlang des Weges zu finden sind. Sie sind nicht nur Zeugnisse des Glaubens, sondern erzählen auch Geschichten über Menschen, Familien und vergangene Zeiten – und damit ein Stück Geschichte unserer Heimat. An den einzelnen Stationen wurden die Hintergründe und Geschichten der jeweiligen Andachtsstätten nähergebracht. Besinnliche Texte luden zum Nachdenken ein, gemeinsam gesungene Lieder sorgten für besondere Momente der Ruhe und Gemeinschaft.

So wurde die Wanderung zu einer Verbindung von Glaube, Geschichte, Natur und Heimat.

1. Station – Bildstock beim Pflegeheim

Der gemeinsame Weg begann beim kleinen Bildstock im Garten des SeneCura Sozialzentrums Bad St. Leonhard, der dem Heiligen Vinzenz von Paul geweiht ist. Gemeinsam mit Bewohnerinnen und Bewohnern des Pflegeheims versammelte sich die Wandergruppe zu einer kleinen Andacht.

Vinzenz von Paul war ein französischer Priester, der sich mit großer Hingabe um Menschen in Not kümmerte. Mit Hilfe der von ihm gegründeten Gemeinschaften setzte er sich unter anderem für Galeerensträflinge, Kranke, Arme, Witwen und Waisen ein. Ebenso widmete er sich der Priesterausbildung und dem Aufbau von Missionen. Er gilt als Begründer der weltweiten Caritasbewegung. Vinzenz von Paul starb am 27. September 1660 in Paris. Sein Gedenktag wird bis heute am 27. September begangen. Dargestellt wird der Heilige häufig im Priestergewand, umgeben von Menschen, denen er geholfen hat, oder mit einem flammenden Herzen.

Der Bildstock im Pflegeheimgarten zeigt neben dem Heiligen Vinzenz von Paul auch eine Darstellung des Heiligen Leonhard, eine Herz-Jesu-Darstellung und ein Marienbild.

Bereits bei dieser ersten Station wurde der Grundgedanke der Spirituellen Wanderung spürbar: gemeinsam unterwegs sein, innehalten und die kleinen Zeugen des Glaubens und der Geschichte unserer Heimat neu entdecken.


2. Station – „Maria im Walde“

Weiter führte der Weg zur Andachtsstätte „Maria im Walde“. Das gerahmte Bildnis der Muttergottes mit dem Kind befindet sich heute an einer Fichte und hat in seiner Geschichte bereits mehrfach den Standort gewechselt. Ursprünglich befand sich die Andachtsstätte etwas höher gelegen im sogenannten Bleiernen Graben.

„Maria im Walde“ gehörte seit jeher zur Hofstelle vulgo Mischlinger. Die Andachtsstätte besteht zumindest seit dem frühen 20. Jahrhundert und war früher ein beliebter Treffpunkt für Maiandachten.

Diese wurden unter anderem vom St. Leonharder Jungfrauen-Verein organisiert. Auch Schwester Luise Gmeiner, langjährige Religionslehrerin an der Volksschule St. Leonhard, besuchte den Platz vermutlich in den 1950er- und 1960er-Jahren regelmäßig mit ihren Schülerinnen und Schülern.

Vor allem in den 1970er-Jahren war es in der Nachbarschaft noch üblich, sich am Samstagabend zum Rosenkranzgebet bei der Andachtsstätte im Wald zu treffen. Bis zu 30 Personen sollen damals regelmäßig hier zusammengekommen sein.

Maria und Gottfried Gressl veranlassten zuletzt die Erneuerung des Holzkastens für das Marienbild. Über viele Jahre wurde der Platz von Gertrude Zuber und Reli Rappitsch betreut.

Die Tradition der Maiandachten bei „Maria im Walde“ endete vermutlich in den 1980er-Jahren.


3. Station – Nepomukstöckl

Eine weitere Station war das Nepomukstöckl an der Obdacherstraße. Der Giebelbildstock hatte ursprünglich einen anderen Standort. Wie aus dem Franziszeischen Kataster hervorgeht, befand er sich westlich der Lavant auf Höhe der Brücke beim Hammerweg.

Der Franziszeische Kataster war der erste vollständige österreichische Liegenschaftskataster. Er wurde 1817 von Kaiser Franz I. angeordnet und in den folgenden Jahrzehnten erstellt. Jedes Grundstück und jedes Gebäude wurde vermessen und kartografisch erfasst. In der tiefen Rundbogennische des Nepomukstöckls befindet sich eine Statue des Heiligen Johannes Nepomuk. Der Heilige ist als Priester mit Rochett, Stola und Birett dargestellt und hält in seiner rechten Hand ein Kreuz. Im Jahr 2025 wurde das Dach des Bildstocks auf Kosten der Stadtgemeinde neu gedeckt.

Johannes Nepomuk gilt als Brückenheiliger und wird seit Jahrhunderten zum Schutz vor Wassergefahren verehrt. Auch in anderen Orten des Lavanttals, etwa in St. Paul, Lavamünd und Wolfsberg, finden sich Nepomuk-Darstellungen an Brücken oder in unmittelbarer Nähe von Flüssen.

Besonders nach Hochwasserereignissen wurde der Heilige um Schutz angerufen. An der Lavant sind größere Hochwasserkatastrophen unter anderem aus den Jahren 1660, 1851, 1916, 1926, 1951, 1965 und 1991 überliefert. Auch in jüngerer Zeit kam es in Bad St. Leonhard zu kleinräumigen Überschwemmungen.

Eine alte Tradition berichtet davon, dass beim ersten Hochwasser des Jahres eine Kerze beim Nepomukkreuz entzündet oder Blumen niedergelegt wurden – verbunden mit der Bitte, Menschen und Brücken vor den Gefahren des Wassers zu bewahren.



4. Station – Bildstock der Familie Bacher

Im Garten der Familie Bacher befindet sich ein weiterer Hausbildstock. Dieser wurde von der Familie etwa 2017 errichtet. Die Bilder stammen vom Schwiegervater, Herrn Zarfl.

Zu sehen sind unter anderem Maria und Christus sowie die Heiligen Florian und Barbara. Besonders ausführlich wurde die Geschichte der Heiligen Barbara erzählt. Sie gilt unter anderem als Schutzpatronin der Bergleute sowie zahlreicher weiterer Berufsgruppen. Der Überlieferung nach lebte Barbara in Nikomedien, dem heutigen Izmit in der Türkei. Ihr Vater Dioscuros war ein wohlhabender Heide und wollte seine Tochter vor dem christlichen Glauben bewahren. Barbara ließ sich jedoch heimlich taufen. Als ihr Vater von ihrem christlichen Glauben erfuhr, soll er sie verfolgt und schließlich den Römern ausgeliefert haben. Nach der Überlieferung wurde Barbara gefoltert und schließlich enthauptet. Ihre Geschichte und ihr Martyrium machten sie zu einer der bekanntesten Heiligengestalten der christlichen Tradition.


5. Station – Bildstock der Familie Rappitsch

Beim Haus der Familie Rappitsch befindet sich ein weiterer Bildstock, der neben einem Kreuz mit Christusfigur steht. Herr Rappitsch errichtete den Bildstock vor rund 20 Jahren und hat die darin befindlichen Bilder inzwischen bereits einmal erneuert. In den vier Nischen finden sich Darstellungen von Jesus Christus sowie der Heiligen Leonhard, Florian und Christophorus.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Heiligen Florian. Er lebte im späten 3. und frühen 4. Jahrhundert und wurde durch seinen Einsatz für verfolgte Christen zum Märtyrer. Nach der Überlieferung wurden im Jahr 304 in Lorch, dem damaligen Lauriacum, 40 christliche Soldaten gefangen genommen. Florian, selbst ehemaliger römischer Beamter und Christ, soll sich für die Gefangenen eingesetzt und sich geweigert haben, den römischen Göttern zu opfern. Der Überlieferung zufolge wurde er gefoltert und schließlich mit einem Mühlstein um den Hals von einer Brücke in die Enns gestürzt. Der Mühlstein wurde dadurch zu einem seiner wichtigsten Erkennungszeichen in der bildlichen Darstellung.




6. Station – Fassadenbild mit dem Heiligen Clemens

Ein ganz besonderer Blickfang erwartete die Wandergruppe beim Wohnhaus der Familie Baumgartner. Dort befindet sich ein großflächiges, querformatiges und mehrfarbiges Sgraffito mit der Darstellung des Heiligen Clemens.

Das Fassadenbild wurde im Jahr 1981 von Stefan Dvorak gestaltet. Besitzer waren damals Konrad und Hermine Baumgartner. Interessant ist dabei die Darstellung selbst: Obwohl das Bild mit dem Heiligen Clemens bezeichnet ist, entspricht die Darstellung in ihrer Ausführung eigentlich eher der traditionellen Darstellung des Heiligen Franz von Assisi, der häufig von Vögeln und Tieren des Waldes umgeben dargestellt wird. Der Heilige Clemens hingegen wird traditionell meist als Bischof dargestellt, häufig mit einem Lamm, einem Brunnen oder einem Anker. Auch die Geschichte des Künstlers Stefan Dvorak wurde bei dieser Station näher beleuchtet. Der Lavanttaler Maler des 20. Jahrhunderts gestaltete neben zahlreichen Bildstöcken auch viele Hausfassaden mit Heiligendarstellungen und ländlichen Motiven. Von demselben Künstler stammt auch das in Brauntönen gehaltene Fassadenbild am Wohnhaus der Familie Kreuzer. Es zeigt eine lebensgroße Darstellung des Heiligen Christophorus.

Die Wahl des Christophorus als Motiv steht dabei in Verbindung mit dem früheren Beruf des Hauseigentümers, der viele Jahre als LKW-Fahrer tätig war.

Die Möglichkeit mehr über das Leben des Künstlers Stefan Dvorak zu erfahren bietet sich am 2. Oktober im Kulturheim. Dort präsentiert Sonja Maria Bachhiesl ihr Buch "Das Werk von Stefan Dvorak - Spuren eines Lavanttaler Künstlers":


7. Station – Fassadenbilder in Wisperndorf

Gleich mehrere interessante Fassadenbilder konnten anschließend in Wisperndorf betrachtet werden. An der Nordseite eines Wohnhauses befindet sich eine lebensgroße Darstellung des Heiligen Christophorus, während an der Westfassade neben dem Kärntner Wappen auch Schwalben dargestellt sind. Stefan Dvorak gestaltete kurz nach der Entstehung der neuen Siedlung die Fassaden von insgesamt vier benachbarten Einfamilienhäusern. Drei dieser Fassadenbilder sind bis heute erhalten geblieben. Damit sind die Werke Dvoraks auch heute noch sichtbare Zeugen einer besonderen Form der Volkskunst und prägen das Erscheinungsbild der Häuser.


Ein gemeinsamer Abschluss in Lichtengraben

Beim Schloss Lichtengraben fand die 7. Spirituelle Wanderung ihren würdigen Abschluss. Nach den vielen Stationen, Geschichten und Gedanken entlang des Weges versammelten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einer abschließenden Andacht. Die Wanderung hatte damit weit mehr geboten als einen gemeinsamen Spaziergang. Sie machte bewusst, wie viele kleine Kostbarkeiten am Wegrand in unserer Heimat zu finden sind – Bildstöcke, Kreuze, Marterln, Fassadenbilder und Andachtsstätten, an denen sich über Generationen hinweg Glaube, Geschichte und persönliche Erinnerungen miteinander verbinden.

Zum gemütlichen Ausklang waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer anschließend bei der Fischerei des Gutsherrn Andreas Rittler zu Gast. Dort ließ man den gemeinsamen Tag bei einem köstlichen Räucherfisch in geselliger Runde ausklingen. So endete eine besondere Wanderung, die einmal mehr zeigte: Wer sich auf den Weg macht, entdeckt nicht nur die Landschaft, sondern manchmal auch ein Stück seiner eigenen Heimat und ihrer Geschichte neu.

Ein herzlicher Dank gilt Mag. Susanne Schatz für die Gestaltung und Organisation, Diakon Mag. Anton Schönhart für die geistliche Begleitung sowie allen, die zum Gelingen dieser besonderen Veranstaltung beigetragen haben.

Sonntag, 6. September 2026

Hubert Hochleitner – 100 Jahre Kunst, Bildung und Heimatverbundenheit

Am 26. August 2026 feierte Hubert Hochleitner seinen 100. Geburtstag. Ein außergewöhnliches Lebensjahrhundert, das eng mit Bad St. Leonhard, der Bildung, der Kunst und dem kulturellen Leben seiner Heimat verbunden ist. Geboren wurde Hubert Hochleitner in Lassing in der Obersteiermark. Aufgrund des Berufes seines Vaters als Förster verbrachte er seine Kindheit an verschiedenen Orten. 1938 ließ sich die Familie schließlich in Bad St. Leonhard nieder – hier fand er seine bleibende Heimat.

Lehrer, Direktor und Kunsterzieher

Nach seiner Ausbildung an den Lehrerbildungsanstalten in Krainburg und Klagenfurt begann Hochleitner seine langjährige Tätigkeit als Lehrer in Bad St. Leonhard. Von 1981 bis 1988 leitete er die Hauptschule Bad St. Leonhard als Direktor. Für sein Wirken im Bildungsbereich wurde ihm der Titel „Oberschulrat“ verliehen. Eine besondere Verbindung bestand zwischen Pädagogik und Kunst. Als Kunsterzieher am MUPÄD Wolfsberg konnte Hubert Hochleitner seine Begeisterung für kreatives Gestalten an viele Generationen von Schülerinnen und Schülern weitergeben.

Engagiert für seine Heimat

Auch außerhalb der Schule brachte er sich in das Gemeinschaftsleben ein. Von 1965 bis 1976 war er Geschäftsführender Obmann der Stadtkapelle Bad St. Leonhard und leistete damit einen wichtigen Beitrag zum kulturellen Leben der Stadt.

Die Heimat wurde für Hochleitner zugleich zu einer wichtigen Quelle künstlerischer Inspiration. Besonders die Landschaft rund um Wisperndorf und Schloss Lichtengraben, wo seine Familie lebte, prägte sein künstlerisches Schaffen. Natur, Landschaft und die besonderen Eindrücke seiner Umgebung finden sich immer wieder in seinen Werken.

Hohe Auszeichnungen

Sein langjähriges Wirken wurde mehrfach gewürdigt. 2010 erhielt Hubert Hochleitner den Wappenring der Stadt Bad St. Leonhard im Lavanttal. Eine weitere hohe Auszeichnung folgte 2022 mit dem Ehrenzeichen des Landes Kärnten.

Auch die Familie spielte in seinem Leben stets eine wichtige Rolle. 1954 heiratete er seine Frau Paula, mit der er drei Kinder – Eva, Hubert und Elisabeth – hatte.

Ein Jahrhundert voller Spuren

Mit seinem 100. Geburtstag blickt Hubert Hochleitner auf ein bewegtes und erfülltes Jahrhundert zurück. Als Lehrer prägte er Generationen, als Kunsterzieher vermittelte er Freude an Kreativität und als Künstler hielt er die Schönheit seiner Heimat in zahlreichen Werken fest. Gleichzeitig engagierte er sich über Jahrzehnte für das kulturelle und gesellschaftliche Leben seiner Heimatstadt.

So verbindet sich in seinem Lebenswerk vieles, was Bad St. Leonhard ausmacht: Bildung, Kunst, Kultur, Gemeinschaft und die tiefe Verbundenheit mit der Heimat.

Herrn Hubert Hochleitner herzlichste Gratulation zum 100. Geburtstag und höchste Wertschätzung für sein außergewöhnliches Lebenswerk.

Für die kommenden Jahre - Gesundheit, Zuversicht und noch viele schöne Stunden im Kreise seiner Familie, Freunde und Wegbegleiter. 

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