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Donnerstag, 4. Februar 2021

Altstadtspaziergang- vom oberen Stadttor bis zur oberen Höllgasse

Die Bürgerhäuser am Hauptplatz - vom oberen Stadttor bis zur oberen Höllgasse

Das erste Haus mit der Hausnummer 1 hat den Vulgarnamen Thorschmied.

Als erster Besitzer scheint im Jahr 1854 bzw. 1858 Johann Kienzl auf. 1897 erwirbt die Häuser 1 + 2 von Dr. Max Köhler. Der sie 1901 an Alois und Genoveva Weiß verkauft. 1907 gelangen sie durch Tausch und Trennung der beiden Häuser an Anna und Albin Köppl. Neben der Landwirtschaft betrieb die Familie Köppl auch ein Sägewerk und ein eigenes Kraftwerk neben der nahen Lavant. Die Anwesen wurden 2018 geteilt. Als Besitzer von Haus Nr. 1 scheinen jetzt Herbert und Andrea Müller auf. Sie betreiben hier eine Manufaktur Müller „Feiner Essig – Edler Brand“, in der herrliche Genussmittel erzeugt und verkauft werden.




Haus Nr. 2 vlg. Schlafferbäck 
Das Haus beherbergte früher auch ein Gasthaus und ein Kaufgeschäft mit Tabaktrafik. Durch den alten Hauseingang gelangte man zum Saal im ersten Stock, in dem Hochzeite und Bälle abgehalten wurden und der bis zur Eröffnung des neuen Kinos einem Wanderkino des Herrn Hegedys Quartier bot, 1952 eröffnete Gisela und Otto Köppl das neue „Lichtspieltheater Bad St. Leonhard“. Das Kaufgeschäft mit der Tabaktrafik lautete auf den Namen Anna Köppl, wird aber heute von den Pächtern Karner-Vallant geführt. Als Besitzer des Hauses 2 scheint heute DI. Peter Novak auf. Das Kino wartet heute auf bessere Zeiten, vielleicht kann es doch einmal wieder zum Leben erweckt werde 



Als Besitzer des Hauses Nr. 3 vlg. Salzwimmer 
scheint 1879 erstmalig Josef Lichtenegger auf.  1902 kam es durch Kauf an Carl Moser. Die Familie Moser betrieb ein Kaufgeschäft und eine Weinstube im Haus. Die Tochter von Othmar Moser, Fanny Moser als letzte Erbin, baute das Geschäft weiter aus und richtete darin ein Modegeschäft ein. In den sechziger Jahren mietete sich erst der Konsum ein und danach die Firma Spar. 1985 erwarb das Haus Nr. 3 durch Kauf Andreas Schloffer und baute es mit viel Gespür dafür zu einem „Wohnstudio“ um. Heute ist es ein schönes Beispiel dafür, wie man ein modernes Geschäft und Wohnraum im alten Stadtkern schaffen kann, ohne dem ganzen Gefüge zu Schaden


Am Ende des Hauses kann man einen Blick in die obere Höllgasse werfen, die den Blick auf das Haus Nr. 4 vlg. Titoschuster frei gibt. Rechts nach Haus Nr. 4 stand das Haus Nr. 5 der ehemalige Höllwirt :

Die ehemalige Besitzerin Regina Pöllinger betrieb noch ein Sägewerk. Die sogenannte Braumille Säge. auf der rechten Seite der Stadtausfahrt gegenüber der Tischlerei Stimpfl. Ihr Sohn Dr. Erich Pöllinger stürzte im Haus so unglücklich, das er an den Folgen starb. Heute ist es im Besitz von Mag. Peter De Colle. Rechts im Bild ist der Limarutti Stadel. In den 50ziger Jahren des vorigen Jahrhunderts war in der Höllgasse noch eine „Schwemm“. Dies war eine offene Stelle des Feuerbaches, die nicht nur zur Wasserentnahme für die Feuerwehr im Falle eines Brandes diente, sondern auch den braven Hausfrauen zum schwemmen der Wäsche. Da es gleichzeitig auch ein Kommunikationszentrum war, kann man sich vorstellen, dass auch so manche andere Schmutzwäsche gewaschen wurde. 




2. Teil am 11. Feber 2021:
Vom Limarutti bis Gsodam


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