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Montag, 6. Juli 2026

„Die Koanz Stadt“ begeisterte Hunderte Besucher – Ein Theaterprojekt, das Heimat und Gemeinschaft lebendig werden ließ


Großer Applaus, strahlende Kinderaugen und ein bis auf den letzten Platz gefüllter Festsaal prägten die beiden Aufführungen des Theaterstücks „Die Koanz Stadt“ der Schieflinger Rosenkranzkinder. An zwei Sonntagen, jeweils nach der Heiligen Messe in der Pfarrkirche Schiefling, wurde der Festsaal des Gasthofes Simmerlwirt zur Bühne für ein außergewöhnliches Gemeinschaftsprojekt. Insgesamt rund 500 Besucherinnen und Besucher ließen sich von der Geschichte mitreißen und dankten allen Mitwirkenden mit lang anhaltendem Applaus.

Das Theaterstück stammt aus der Feder von Manfred Schiener-Stürzenbecher und Edith Kienzl. Es greift historische Hintergründe aus der Region auf, erzählt die Geschichte jedoch großteils frei erfunden weiter. Gerade diese gelungene Verbindung aus Geschichte, Mundart, Humor und christlichen Werten machte den besonderen Reiz der Aufführungen aus und sorgte dafür, dass sich viele Besucher in der Handlung wiederfanden.

Im Mittelpunkt standen jedoch die Kinder. Insgesamt 27 Mädchen und Buben im Alter von vier bis vierzehn Jahren standen gemeinsam mit drei Erwachsenen auf der Bühne. Für viele war es der erste große Theaterauftritt. Mit sichtbarer Freude, großem Einsatz und viel Herzblut meisterten sie ihre Rollen und zeigten, was entstehen kann, wenn Kinder die Möglichkeit bekommen, ihre Talente vor Publikum zu entfalten.

Auch die Erwachsenen prägten das Theaterstück auf besondere Weise. Manfred Schiener-Stürzenbecher schlüpfte mit viel Herzblut in die Rolle des Bauern Koanz. Für Regie und Textbearbeitung zeichnete die bekannte Lavanttaler Mundartdichterin Edith Kienzl verantwortlich. Gemeinsam mit Dechant Mag. Martin Edlinger führte sie als Sprecherin und Erzählerin durch die Handlung und verlieh dem Stück mit viel Einfühlungsvermögen, Humor und Feingefühl einen besonderen Charakter.

Auch musikalisch wurde den Besucherinnen und Besuchern einiges geboten. Der Schieflinger Kirchenchor unter der Leitung von Ferdinand Bischof sorgte für die stimmungsvolle gesangliche Umrahmung. Unterstützt wurde er von Religionslehrerin Marianne Gaber mit dem Kinder-Engelchor, wodurch die Aufführungen eine besonders feierliche und berührende Atmosphäre erhielten.

Das Theater war weit mehr als eine gelungene Aufführung. Es war ein Projekt, das die ganze Dorfgemeinschaft zusammenbrachte. Der Pfarrgemeinderat mit Obmann Johann Rampitsch sowie viele freiwillige Helferinnen und Helfer unterstützten bei den Vorbereitungen, beim Bühnenaufbau, hinter den Kulissen, in der Küche und beim Service sowie beim Zusammenräumen. In vielen Familien packten Kinder, Eltern und Angehörige selbstverständlich mit an. Dieses Miteinander machte einmal mehr deutlich, wie stark der Zusammenhalt in Schiefling gelebt wird.

Das Motto der Schieflinger Rosenkranzkinder zog sich wie ein roter Faden durch das gesamte Projekt:

„Unsere christliche Heimat Zukunft liegt in den Händen unserer Kinder.“

Genau diese Botschaft wurde bei den beiden Aufführungen eindrucksvoll sichtbar. Den Kindern wurde Vertrauen geschenkt, Verantwortung übertragen und eine Bühne geboten, auf der sie wachsen konnten. Gleichzeitig wurde regionales Brauchtum gepflegt und ein Stück Heimatgeschichte auf lebendige Weise weitererzählt.

Der Eintritt erfolgte gegen eine freiwillige Spende zugunsten der Schieflinger Rosenkranzkinder. Nach den Vorstellungen waren alle Besucher eingeladen, bei den traditionellen „Koanz-Nudeln“ noch gemütlich zusammenzusitzen. Auch dieser gesellige Ausklang zeigte, dass es bei dieser Veranstaltung nicht nur um Theater ging, sondern vor allem um Begegnung, Gemeinschaft und das Miteinander.

Der große Besucherzuspruch zeigte eindrucksvoll, welchen Stellenwert solche Veranstaltungen in der Region haben. Dass rund 500 Menschen die beiden Aufführungen besuchten, spricht für die Wertschätzung gegenüber den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sowie den jungen Schauspielerinnen und Schauspielern. Die begeisterten Rückmeldungen aus dem Publikum machten deutlich, dass „Die Koanz Stadt“ nicht nur unterhalten, sondern auch berührt hat.

Gerade in einer Zeit, in der vieles schnelllebig geworden ist, sind solche Projekte von unschätzbarem Wert. Sie verbinden Generationen, stärken das Gemeinschaftsgefühl und vermitteln den Kindern auf schöne Weise die Liebe zur Heimat, zum Glauben und zu den eigenen Wurzeln.

Die Schieflinger Rosenkranzkinder haben mit „Die Koanz Stadt“ eindrucksvoll bewiesen, dass gelebte Tradition, Zusammenhalt und die Freude am gemeinsamen Gestalten auch heute nichts von ihrer Bedeutung verloren haben. Die beiden Aufführungen werden vielen Besucherinnen und Besuchern noch lange in schöner Erinnerung bleiben.



Montag, 25. Mai 2026

Wallfahrt verbindet - Hirschegger Wallfahrer zu Gast in Bad St. Leonhard


Nachdem am vergangenen Wochenende wieder zahlreiche Pilgerinnen und Pilger aus Bad St. Leonhard im Rahmen der traditionellen Hirschegg-Wallfahrt den Weg über die Alm in die Steiermark auf sich genommen hatten, stand am Pfingstsonntag der Besuch der Wallfahrer aus Hirschegg auf dem Programm.


Empfangen wurden die Gäste vor der Leonhardikirche von Stadtpfarrer Dechant Martin Edlinger, Kaplan Anil Kumar Kama sowie Bürgermeister Dieter Dohr. Für einen festlichen Auftakt sorgte die Stadtkapelle Bad St. Leonhard, die gemeinsam mit vielen Gemeindebürgern die Hirschegger herzlich willkommen hieß.



Im Anschluss wurde die gemeinsame Wallfahrermesse gefeiert, die ebenfalls von der Stadtkapelle musikalisch gestaltet wurde. Nach dem Gottesdienst konnten sich die Wallfahrerinnen und Wallfahrer, die den Weg über die Alm zu Fuß zurückgelegt hatten, beim Stand des Pfarrgemeinderates stärken und ausruhen.









Großes Interesse galt auch der Bausteinaktion der Pfarre zur Sanierung der Leonhardikirche. Viele der angebotenen Artikel wurden in liebevoller Handarbeit gefertigt und waren sowohl im vorbereiteten Verkaufsstand für die Hirschegger als auch im Pfarrhof Bad St. Leonhard erhältlich.



Bei Pilgerwurst, Getränken sowie Kaffee und Kuchen der Trachtenfrauen klang der Tag in gemütlicher Atmosphäre aus. Dabei nutzten viele Besucher die Gelegenheit, die langjährige Freundschaft zwischen Hirschegg und Bad St. Leonhard weiter zu pflegen und zu vertiefen.



Freitag, 3. April 2026

Ostermarkt der Trachtengruppe

Trotz nahezu winterlicher Temperaturen und widriger Witterung ließen sich die engagierten Damen der Trachtengruppe Bad St. Leonhard auch heuer nicht davon abhalten, ihren traditionellen Ostermarkt am Gründonnerstag vor dem Rathaus am Hauptplatz abzuhalten. Mit viel Herzblut und Einsatz wurde der Markt wie gewohnt liebevoll gestaltet und bot wieder regionale Köstlichkeiten . Auch Bürgermeister Dieter Dohr sowie der Bezirksobmann des Kärntner Bildungswerkes, Karl Schwabe, trotzten der Kälte und statteten dem Ostermarkt einen Besuch ab. Dabei ließen sie es sich nicht nehmen, einen traditionellen Reindling zu erwerben – eine Entscheidung, die sich sichtlich gelohnt hat.

Der Reinerlös des Ostermarktes kommt wie jedes Jahr sozialen Projekten in der Region zugute und unterstreicht einmal mehr den großen Gemeinschaftssinn und das soziale Engagement der Trachtengruppe Bad St. Leonhard.

Mittwoch, 1. April 2026

Jahreshauptversammlung der Trachtengruppe Bad St. Leonhard am 27. März 2026

Obfrau Maria Brunner begrüßte zur Jahreshauptversammlung der Trachtengruppe Bad St. Leonhard am 27. März 2026 im Cafe Restaurant Badido Dechant Martin Edlinger, Bürgermeister Dieter Dohr, Vizebürgermeister Alexander Pichler, Bezirksobmann des Kärntner Bildungswerkes Karl Schwabe und die Trachtenbeauftragte des KBW Silvia Schmerlaib.

In ihrer Ansprache bedankte sich Obfrau Maria Brunner bei allen Trachtenfrauen für ihren Einsatz im vergangenen Jahr und verwies darauf, dass die Gruppe eine Gemeinschaft ist, die aktiv am gesellschaftlichen und kulturellen Leben unserer Stadtgemeinde teilnimmt. Frau Gertrude Müller gab als Schriftführerin einen Rückblick auf das vergangene Vereinsjahr, welches geprägt war von vielen Jubiläen. 35 Jahre Trachtengruppe Bad St. Leonhard, 900 Jahre Leonhardikirche und 700 Jahre Stadterhebung Bad St. Leonhard. Frau Anna Stary und Frau Gertrude Müller wurden für ihre zehnjährige Mitgliedschaft bei der Trachtengruppe mit dem bronzenen Ehrenzeichen des Kärntner Bildungswerkes geehrt.



Im Zuge der Jahreshauptversammlung kam es auch zu Neuwahlen. Hier wurde Maria Brunner einstimmig wieder zur Obfrau gewählt. Maria Kopp, Sonja Maier-Streicher und Elisabeth Pirker Obfrau – Stellvertreterinnen, Pauline Koitz, Schriftführerin, Erika Gutschi, Stellv. Schriftführerin, Maria Riffel Kassiererin, Anni Hauser, Stellv. Kassiererin, Sandra Minibek und Sabine Samwald Kassenprüferinnen Aus dem Vorstand ausgeschieden sind Gertrude Müller, Helga Granig, Anna Stary, Erna Knauder und Erna Kurda. 

Ihnen wurde für ihre jahrelange Tätigkeit, die Wertschätzung für die unzählig erbrachten Stunden an Mitgestaltung im Verein gedankt.

Bürgermeister Dieter Dohr, bedankte sich bei der Trachtengruppe unter Obfrau Maria Brunner für ihre Tätigkeiten in unserer Gemeinde, die gute Zusammenarbeit und ihren karitativen Einsatz. Dechant Edlinger gedachte der verstorbenen Vereinsmitglieder, Verwandte sowie Freunde und sprach den Segen für die Gemeinschaft. Er bedankte sich auch für die gute Zusammenarbeit mit der Trachtengruppe in kirchlichen Belangen.

In ihren Schlussworten bedankte sich Obfrau Maria Brunner für das Vertrauen, dass ihr entgegengebracht wird, und sie freut sich auf die nächsten Jahre als Obfrau und auf die kommende Aufgaben, gemeinsam mit der Gruppe. "Lasst uns weiterhin mit Stolz unsere Tracht tragen, dass soziale Engagement, das Ehrenamt und die Gemeinschaft pflegen. Auf ein gutes Miteinander."


Die Jahreshauptversammlung wurde musikalisch umrahmt von der Familienmusik Schiener aus Schiefling. Bei einem guten Essen im Cafe-Restaurant Badido klang der Abend aus.


Sonntag, 29. März 2026

Palmweihe in Bad St. Leonhard- gelebte Tradition trotz Sturm und Wind

Trotz eines ungewöhnlich stürmischen Palmsonntags versammelten sich heute zahlreiche Gläubige am Hauptplatz in Bad St. Leonhard, um gemeinsam die feierliche Weihe der Palmzweige zu begehen. 




Das unbeständige Wetter konnte der großen Beteiligung der Pfarrgemeinde nichts anhaben – eindrucksvoll zeigte sich einmal mehr die tiefe Verwurzelung dieses Brauchtums in der Bevölkerung.



Die Palmweihe wurde von Stadtpfarrer Dechant Mag. Martin Edlinger zelebriert und feierlich von der Stadtkapelle Bad St. Leonhard musikalisch umrahmt. Mit großer Freude wirkten auch die Kindergartenkinder sowie die Schülerinnen und Schüler der Volksschule gemeinsam mit ihren Betreuerinnen mit und verliehen der Feier eine besonders lebendige und herzliche Atmosphäre.






Der Palmsonntag, der letzte Sonntag vor Ostern, erinnert an den Einzug Jesu in Jerusalem. Damals legten die Menschen Palmzweige aus, um ihn – den König des Friedens – willkommen zu heißen. In unserer Region werden traditionell statt Palmzweigen die Kätzchen von Weiden und Haselnuss zu sogenannten „Palmbuschen“ gebunden. Nach ihrer Weihe sollen sie Haus und Hof vor Unglück und Gefahr schützen.

Angeführt vom Vortragskreuz setzte sich die festliche Prozession in Bewegung. Neben den zahlreichen Gläubigen nahmen auch die Kindergartenkinder, die Damen der Trachtengruppe sowie die Landjugend mit ihrem Palmkreuz teil.




 Gemeinsam zog man über den Hauptplatz zur Leonhardikirche, wo anschließend die Heilige Messe gefeiert wurde.







Mit dem Palmsonntag beginnt auch die Karwoche – eine Zeit der Besinnung, die in der Region traditionell auch mit einem Augenzwinkern begleitet wird. Für Langschläfer gibt es dabei eigene, überlieferte Bezeichnungen:

  • Palmsonntag – Palmesel

  • Montag – Heban

  • Dienstag – Treiban

  • Mittwoch – Antlaßburn

  • Gründonnerstag – Groggachgorn

  • Karfreitag – Karfreitagratschn

  • Karsamstag – Taftegl

Der Frühaufsteher am Ostersonntag wird liebevoll als „Osterlampli“ bezeichnet, während der Langschläfer den scherzhaften Namen „Bauchwehlampli“ trägt.

Auch Gudrun Steinkellner erinnert in ihrem Blog „Lovntolerin – kochen wie früher“ (anklicken) an diese besondere Lavanttaler Tradition und zeigt: Die Karwoche ist nicht nur eine Zeit des Glaubens, sondern auch des gelebten Brauchtums.


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