Heute fand am Platz vor der Leonhardikirche unter reger Teilnahme der Bevölkerung die traditionelle Segnung des Osterfeuers statt. Dieser alte Osterbrauch, der bei uns vorwiegend als „Schwammweihe“ bekannt ist, hat eine besondere Bedeutung: Er soll Segen in die Häuser bringen sowie Unheil und Krankheit fernhalten.
Für diesen Brauch werden entweder große, getrocknete Baumschwämme an einem etwa einen Meter langen Draht befestigt oder kleinere Schwammstücke in einer durchlöcherten Blechbüchse getragen. Nach der Feuerweihe werden die sogenannten „Feuerschwämme“ in der Glut entzündet und anschließend nach Hause gebracht.
Früher diente die Glut dazu, das Feuer im Herd neu zu entfachen, auf dem der Osterschinken gekocht wurde. Mit der restlichen Glut wurde im Garten oder auf dem Acker der sogenannte „Rauchhaufen“ entzündet, der den ganzen Karsamstag über langsam vor sich hin gloste.
Ein beeindruckender Brauch, der bis heute gepflegt wird und die enge Verbindung von Glaube, Tradition und Gemeinschaft in unserer Region widerspiegelt.









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