Als
„sichtbares Zeichen der Hoffnung für die Kirche und Signal der
lebensprägenden Kraft des Evangeliums“ hat Diözesanbischof Dr.
Josef Marketz am Sonntag, dem 8. Oktober, in der Kunigundkirche in
St. Leonhard im Lavanttal die Weihe von Priesteramtskandidat Mag.
Michael Rossian zum Diakon bezeichnet.
Das ´Ja´ des Weihekandidaten
zum diakonalen Dienst sei Anlass zu Dankbarkeit und Freude. Dieses
´Ja´ bestärke Christinnen und Christen, so Bischof Marketz, „im
Glauben an den lebendigen Gott und im Vertrauen darauf, dass sich
immer wieder Menschen von Gott mit Leib und Seele, mit Herz und
Verstand in seinen Dienst nehmen lassen“. Mit seinem ´Ja´ sage
Michael Rossian heute „mitten in eine unsichere Zeit hinein, wie es
sie schon so oft in der Geschichte gegeben hat, dass er bereit ist,
Jesus Christus als Dienender zu folgen“, betonte Bischof Marketz
und verwies auf die Bedeutung des Wortes Diakon, nämlich Diener der
Menschen zu sein.

In diesem Zusammenhang appellierte der Kärntner
Bischof an den neuen Diakon, aber gleichzeitig auch an alle zum
diakonalen Dienst berufenen Christinnen und Christen, „auf Jesus
Christus zu schauen und sich in selbstloser und vorbehaltloser Liebe
den anderen zuzuwenden“. Dies gelte in besonderer Weise „gerade
auch angesichts der gegenwärtigen Krisen in der Welt und auch in der
Katholischen Kirche, angesichts des angstmachenden Unfriedens in
immer mehr Regionen der Erde, angesichts der Naturkatastrophen und
der Folgen des viel zu raschen Klimawandels sowie angesichts der
Spaltungen zwischen Menschen und Menschengruppen, von denen auch die
Kirche nicht verschont bleibt“, sagte Bischof Marketz.

Musikalisch
gestaltet wurde die Diakonenweihe, an der auch die Bevölkerung des Pfarrverbandes Bad St. Leonhard, Schiefling und Prebl sowie die Leonharder Regionalpolitik mit Bürgermeister Dieter Dohr sehr zahlreich teilnahm, vom Kirchenchor St Leonhard, einer
Kleingruppe der Stadtkapelle Bad St. Leonhard, einem Chor der
Mittelschule Bad St. Leonhard und der Schola des Priesterseminars in
Graz.
Michael
Rossian, am 4. Mai 1993 in Villach geboren und in Rattendorf/Gailtal
aufgewachsen, schloss die Fachschule für wirtschaftliche Berufe in
Hermagor ab und maturierte 2011 am WIFI in Villach. Anschließend
begann Rossian die Priesterausbildung und absolvierte das
Propädeutikum (Einführungsjahr) in Horn.
2012 wechselte er nach
Graz, wo er im Kärntner Priesterseminar und an der theologischen
Fakultät seine Ausbildung mit dem Studium der Katholischen
Fachtheologie fortsetzte. Rossian war in den folgenden Jahren u. a.
als Mesner in der Propstei-, Haupt- und Stadtpfarre Graz-Hl. Blut
tätig. 2022 schloss Rossian das Diplomstudium der Katholischen
Fachtheologie im Bereich Liturgiewissenschaft ab. Seit 1. September
2022 ist Rossian Pastoralpraktikant im Pfarrverband Bad St. Leonhard,
Schiefling und Prebl, wo er auch als Diakon wirken wird.

Als
Diakon sei es ihm, so Rossian, ein Anliegen, „mit Jesus Christus,
dem menschgewordenen Gott, den Menschen nahe zu sein“. Gott
anzubeten und ihm den ersten Platz in seinem Leben zu geben, sei für
ihn „Quelle und Kraft“ für den pastoralen Dienst. „Dieses
Fundament des Gebetes und das Bestreben, Gott in allen Dingen zu
suchen und zu finden, lässt mich auch durch herausfordernde Zeiten
gehen und mich mit Papst Benedikt XVI. bezeugen: Wo Gott ist, da ist
Zukunft“, so Rossian.
Foto/Text: Diözesan-Pressestelle
Auch Leonharder Blogspot wünscht Herrn Michael Rossian für sein nunmehriges Dasein
für die Menschen als Diakon viel
Kraft, Freude und Segen!