Am Donnerstag von 10 Uhr bis 11 Uhr fand vor dem Gemeindeamt eine Demonstration von Kindern statt . Begleitet von ihren Eltern wollten sie Missstände vor allem im Bereich der Spielplätze aufzeigen .
Anstoß dieser Aktion war , dass die Realisierung eines Fußballfeldes auf einen Grundstück in Wisperndorf ( der Platz wurde auf Gemeindekosten bereits gereinigt ) von Bürgermeister Maier wieder ad acta gelegte wurde . Auf dem bisherigen Spielplatz ,wurde das Fußballspielen vor kurzer Zeit , aufgrund von Anrainer Beschwerden , verboten . In einer hitzigen Diskussion mit den Erwachsenen der Demo wies das Gemeindeoberhaupt noch einmal darauf hin , dass die Anrainer in beiden Siedlungen in Wisperndorf gegen Kinderlärm sind und es auf Spielplätzen in Bad St. Leonhard Fußball spielen verboten ist . Den Vorschlag einer Kompromisslösung von der Anwesenden Gemeinderätin Monika Gressl-Lipp wehrte Bgm. Maier entschieden ab . Demonstriert wurde auch für Kinder in Gemeindehaussiedlungen wie z.B. "Am Steinernen Weg" . Seit Jahren wird von den verantwortlichen Politikern nur Versprochen das dort ein Spielplatz ( = Treffpunkt für Kinder ! ) gebaut wird . In besagter Siedlung gab es früher zwei Spielplätze , einer wurde Opfer einer ESG Anlage auf deren Wiesenbereich Verbotstafeln für Kinder schon seit längerer Zeit stehen und der zweite musste dem Proberaum-Gebäude der Stadtkapelle weichen .

Reaktionen auf die Demonstration gab es heute auch schon einige :
Während in der Kleinen Zeitung die ganze Sache neutral beleuchtet wird und alle zwei Seiten zu Wort kommen , hält der Leonharder Raunzer die schützende Hand über die Entscheidungen des Bürgermeisters
Kommentar zu Raunzers Blog – Öffentliche Kundgebung in St. Leonhard
Wenn in der medialen Berichterstattung Bericht und Meinung vermischt wird, dann kommt für jede Leserin und jeden Leser, der die Hintergründe kaum kennt, eine Lügengeschichte heraus. Der Reihe nach:
Raunzer: „Die "Demo" bestand aus 6 Buben und einem Mädchen auf einem Traktoranhänger, begleitet von ihrer Anführerin Frau Leitgeb und einem Elternpaar mit einigen Freunden.“
Richtig: 9 Buben und 3 Mädchen, die kleineren Kinder im Kinderwagen und die Babys, die getragen wurden, nicht mitgezählt, begleitet wurden die Kinder von den Eltern wie der Mutter, Oma und/oder dem Vater.
Raunzer: „Eifrig riefen die Kids die vorgeschriebenen Parolen ins Megaphon…..“
Richtig: Vorgeschrieben waren die Parolen nicht, das, was die Kinder in der Hand hatten, war dem Zettel mit dem Liedtext ´JETZT MAL EHRLICH´ entnommen!
Raunzer: „Zuvor hinterlegte man an die 50 Unterschriften, zumeist von Kindern unterschrieben…“
Richtig: Es wurde keine Unterschriftenliste hinterlegt und es werden immer noch laufend Unterschriften für geeignete Spielplätze gesammelt.
Raunzer: „Etwaige Ausschreitungen wurden durch die massive Polizeipräsenz verhindert.“
Richtig: Dies war eine bei der BH-Wolfsberg angemeldete Kundgebung mit stattgebendem Bescheid. Die Polizisten hatten mehr ihren Spaß mit den Kindern und der Kundgebung und hatten wirklich keine Angst vor den Kindern.
Raunzer: „Anlass war ein Fußballspielverbot auf dem bestehenden Kinderspielplatz in Wisperndorf bei Bad St. Leonhard.“
Richtig: Das war nicht der Anlass, das war der Auslöser. Die Kinder wollen mehr, bessere, schönere und geeigetere Spielplätze!
Raunzer: „Frau Leitgeb, die seit zwei Jahren Hilfsaktionen für die Straßenkinder in Rumänien organisiert, ortet nun auch Menschenrechtsverletzungen in Bad St. Leonhard und rief zu dieser Demonstration auf.“
Richtig: Ja, Frau Leitgeb macht Hilfstransporte in Zusammenarbeit mit der Caritas, nicht nur nach Rumänien. Damit hat eine Elterninitiative in Bad St. Leonhard überhaupt nichts zu tun! Und die Kundgebung war nicht allein ihre Idee!
Raunzer: „Fußballspielen ist auf Kinderspielplätzen allgemein verboten. In Wisperndorf wurde das vermutlich jahrelang toleriert. Seit längerer Zeit regte sich aber Widerstand bei den Anrainern, weil des öfteren Bälle in ihren Gärten landeten und auf die Kleinen keine Rücksicht genommen wurde.“
Richtig: Die Kinder nehmen aufeinander Rücksicht und Widerstand gab es in Ausnahmefällen von Anrainern, die in der Gemeinde arbeiten! Warum wohl?
Raunzer: „Liebe Frau Leitgeb, es ist uns bekannt, dass es in Rumänien Probleme gibt, uns hier aber Vergehen gegen die Kinderrechte vorzuwerfen ist eine Beleidigung für alle Bad St. Leonharder Bürger.“
Richtig: Noch einmal, die Tatsache, daß Frau Leitgeb Hilfstransporte verschiedener Art in Zusammenarbeit mit der Caritas durchführt, hat nichts mit einer Elterninitiative in Bad St. Leonhard zu tun!! Und es wurden keine Bürger aus Bad St. Leonhard beleidigt, sondern die Kinder selbst haben ihre Meinung öffentlich kundgetan.
Raunzer: „Außerdem gibt es in Bad St. Leonhard Spielplätze genug. Hier ein Auszug: Kinderspielplatz Wisperndorf, Kinderspielplatz Schlossberg, Kinderspielplatz Kliening-Hofbauersiedlung, Kinderspielplatz Kliening Ort, Kinderspielplatz Schiefling und weitere sind noch in Planung.“
Richtig: Dass in Bad St. Leonhard genug Spielplätze sind, entspricht nicht den Tatsachen. Es kann doch nicht Raunzer´s Ernst sein, dass die Kinder aus Bad St. Leonhard nach Kliening oder nach Schiefling spielen gehen? Und der am Schloßberg ist doch ein schlechter Scherz oder? Er ist für alle Kinder in Leonhard und die Kinder müssen quer durch die ganze Stadt gehen bzw. begleitet werden, damit sie auf einem Spielplatz spielen können! In Planung sind neue Spielplätze in Leonhard immer - nur gebaut werden keine!
Raunzer: „Für die älteren Kinder gibt es eine große Spiel und Sportanlage mit einem Skaterplatz, Volleyballanlage, Basketballkorb und einen großen Fußballplatz, ausgestattet mit Flutlicht und WC-Anlage um die uns viele andere Gemeinden beneiden und zu Fuß oder mit dem Fahrrad von jedem Ortsteil gefahrlos erreichbar ist.“
Richtig: Stimmt, die gibt es, aber die sind alles andere als einladend für Kinder gemacht und vor allem sind sie nun mal im letzten Winkel der Stadt – das ist genau das Problem, daß die Kinder nicht in ihrem Umfeld spielen können, sondern am Rande der Stadt, um ja niemanden "zu stören"! Viele Kinder, die den Skatepark schon nutzten, sagen: "...der Skatepark ist eine absolute Katastrophe, weil er so konzipiert wurde, daß er nicht genutzt werden kann..."
Raunzer: „Frau Leitgeb, es ist Lobenswert, dass sie sich für die Straßenkinder in Rumänien einsetzen, lassen wir die Kirche aber im Dorf und suchen keine Probleme die es hier nicht gibt.“
Ein Wort an Sie, lieber Raunzer: Sie haben weder Frau Leitgeb noch eines der Kinder bei der Demo gefragt, worum es wirklich geht und wie man sieht, haben sie auch kaum recherchiert und deswegen nur einen oberflächlichen Kenntnisstand davon, worum es geht! Sie haben die Fakten (bewußt??) verdreht und versucht, unsere Kinder der Lächerlichkeit Preis zu geben!
Schlußstein: Wenn Sie den Anschein erwecken wollen, dass Sie über Tatsachen berichten, wie ich es empfinde, dann erlaube ich mir einen wohlmeinenden Ratschlag: Lassen Sie das doch lieber mit ihrem Blog, gehen Sie lieber in ein Gasthaus, trinken ein Bier und erzählen dort zu vorgerückter Stunde, am Besten zur Geisterstunde um Mitternacht, den staunenden Zuhörern, die Sie dort sicher finden werden und die Ihre Phantasiegeschichten glauben, Ihre unglaubwürdigen Raunzereien!
Karl M. , Monika L.