
Ein voller
Pfarrsaal, festlich gekleidete Gäste und zahlreiche Kilts prägten
das Bild, als vergangenen Samstag zur ersten Burns Night in Bad St.
Leonhard geladen wurde. Schon beim Empfang mit Begrüßungsdrink war
spürbar: Dieses besondere Fest zu Ehren des schottischen
Nationaldichters Robert Burns traf den Nerv des Publikums.
Viele
Besucherinnen und Besucher erschienen stilecht im Kilt oder mit
karierten Accessoires und sorgten so bereits zu Beginn für
authentisches Highland-Flair. Für den passenden musikalischen Rahmen
sorgten die Carinthian Pipes and Drums, die nicht nur als
musikalische Gestalter, sondern auch als Veranstalter des Abends
fungierten und die Burns Night mit traditionellen Klängen aus
Schottland feierlich eröffneten.
Nach dem
ersten Musikstück begrüßte Obmann Christian Minibek die Gäste
offiziell. Unter den Ehrengästen befanden sich Bürgermeister Dieter
Dohr, Kaplan Anilkumar Kama, Pastoralpraktikant Lukas Krobath, Mag. Otmar Lichtenegger –
Kapellmeister der Stadtkapelle Bad St. Leonhard und
Musikschuldirektor Oberes Lavanttal, Hubert Tripolt - Obmann der
Stadtkapelle Bad St. Leonhard, Bezirksjägermeister Johann Waich
sowie Thomas Probst vom Leonharder Blogspot.

In einer
kurzen Einführung wurde die Geschichte der Burns Night erläutert –
jenes traditionsreichen Abends, der in Schottland alljährlich zu
Ehren von Robert Burns gefeiert wird. Der 1759 geborene Dichter gilt
bis heute als Nationalpoet Schottlands. Seine Werke, in englischer
Sprache und im schottischen Dialekt Scots verfasst, sind tief im
kulturellen Selbstverständnis des Landes verankert. Besonders seine
Gedichte und Lieder über Freundschaft, Heimat und Menschlichkeit
machten ihn weit über die Landesgrenzen hinaus berühmt. Nach einem
weiteren musikalischen Beitrag stellte die Band ihre Mitglieder vor.
Besonders hervorgehoben wurden dabei die neuen Mitglieder in den
eigenen Reihen sowie Pipe Major Romana Brunner. Gleichzeitig wurde
deutlich gemacht, mit welchem Engagement die Musikerinnen und Musiker
ihrem Hobby nachgehen: Regelmäßige Proben, teilweise verbunden mit
weiter Anreise, und jahrelange Hingabe zur schottischen Musik zeugen
von großem Idealismus und echter Leidenschaft, bevor erneut
kraftvolle Dudelsackklänge den Saal erfüllten.

Kulinarisch
begann der Abend mit der traditionellen Suppe „Cullen Skink“, die
den ersten Gang bildete. Bereits diese Spezialität beeindruckte die
Gäste nachhaltig – kräftig im Geschmack, wunderbar abgestimmt und
schlichtweg unglaublich köstlich.
Besonders bemerkenswert war
dabei, dass sämtliche Speisen von den Bandmitgliedern selbst mit
tatkräftiger Unterstützung ihrer Familien vorbereitet und
angerichtet wurden. Mit viel Engagement, Liebe zum Detail und
zahlreichen Stunden Arbeit entstand so ein authentisches schottisches
Menü, das von den Gästen mit großem Lob bedacht wurde.
Der Höhepunkt
folgte wenig später: Mit einem feierlichen Dudelsackmarsch, gespielt
von Karina Huber, wurde der Haggis in den Saal getragen.
Anschließend
trug der gebürtige Schotte Mark Lawrence aus Aberdeen, der seit rund
20 Jahren in Kärnten lebt, das berühmte „Address to a Haggis“
von Robert Burns vor – beeindruckend und klangvoll in der
Originalsprache Scots. Das Zeremoniell wurde traditionell mit einem
Glas Whisky aus einem Quaich und dem gemeinsamen Ruf „Slàinte
mhath“ beendet.
Danach wurde „Haggis and Tatties“ serviert
und von den Gästen mit großer Neugier und Begeisterung genossen.
.jpeg)
Im Anschluss
sorgte ein weiterer Musikblock der Carinthian Pipes and Drums für
mitreißende Stimmung, bevor als süßer Abschluss die Nachspeise
„Tipsy Laird“ – zu Deutsch „Betrunkener Lord“ – gereicht
wurde. Der Name war dabei durchaus Programm.
Zum großen Finale
erklang „Auld Lang Syne“, ebenfalls aus der Feder von Robert
Burns. Der Liedtext war auf der Menükarte abgedruckt, sodass alle
Gäste kräftig mitsingen konnten, begleitet von Christian Minibek
auf der Great Highland Bagpipe.
Obwohl dies den offiziellen
Schlusspunkt markierte, blieb der Pfarrsaal noch lange gut gefüllt.
In geselliger Atmosphäre wurde über Schottland, Musik und das Leben
im Allgemeinen gesprochen.
.jpeg)
Besonders die umfangreiche Whisky-Bar fand
regen Zuspruch und lud viele Gäste dazu ein, sich engagiert durch
die vielfältige Auswahl zu kosten. Die erste
Burns Night in Bad St. Leonhard erwies sich damit als voller Erfolg –
ein Abend ganz im Zeichen von Tradition, Musik, Kulinarik und
gelebter Freundschaft zwischen Kärnten und Schottland.
(Videoausschnitt folgt in Kürze !!!)